Deutsche Telekom Aktie: 550 Millionen Euro Tranche
Ende des Aktienrückkaufs und Spekulationen um T-Mobile US setzen die Telekom-Aktie unter Druck, trotz operativ starker Zahlen.

Kurz zusammengefasst
- Aktienrückkauf-Programm endet Ende Juni
- Kurs nahe 52-Wochen-Tief bei 26 Euro
- T-Mobile-US-Gerüchte erzeugen Verkaufsdruck
- Operatives Geschäft bleibt weiterhin robust
Starke Zahlen, schwacher Kurs — bei der Deutschen Telekom klaffen Realität und Börsenstimmung weit auseinander. Ausgerechnet jetzt verliert das Papier einen verlässlichen Käufer. Am 30. Juni endet die zweite Tranche des laufenden Aktienrückkaufprogramms.
Käuferstreik am Markt
Das Volumen dieser auslaufenden Tranche umfasst bis zu 550 Millionen Euro. Seit Anfang April hat der Konzern mehr als 15 Millionen eigene Papiere erworben. Ab Juli fehlt diese stetige Nachfrage im Markt.
Die Aktie notiert aktuell bei 26,04 Euro. Damit bewegt sich der Kurs gefährlich nah am 52-Wochen-Tief von 25,71 Euro. Ein Blick auf den RSI von 30,8 bestätigt: Das Papier gilt technisch als stark überverkauft.
Fusionsgerüchte belasten den Kurs
Eigentlich sprechen ein hohes Kredit-Rating und gute Zahlen für steigende Kurse. Ein Bericht des Wall Street Journal über einen Umbau bei T-Mobile US erzeugt jedoch massiven Verkaufsdruck. Diese Unsicherheit überschattet die positiven Signale.
Das Management hat die Pläne bisher nicht bestätigt. CEO Timotheus Höttges lehnte einen Kommentar zu den Medienberichten ab. Die Bundesregierung bezeichnete die Gerüchte als reine Spekulation. Die Folge: anhaltende Kursschwäche.
Operatives Fundament bleibt stark
Abseits der Gerüchteküche liefert das Unternehmen verlässlich ab. Zuletzt stieg der organische Umsatz auf fast 30 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA kletterte um 7,5 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro.
Der Vorstand hob daraufhin die Jahresprognose an. Das operative Ergebnis soll nun rund 47,5 Milliarden Euro erreichen. Beim Free Cashflow plant der Konzern mit knapp 20 Milliarden Euro.
Den nächsten konkreten Impuls liefert der 6. August 2026. Dann präsentiert die Telekom ihre Zahlen für das zweite Quartal. Bis dahin diktiert die Nachrichtenlage rund um T-Mobile US die Richtung. Fällt die Unterstützung beim bisherigen Jahrestief, droht ein weiterer Rücksetzer.
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