Deutsche Telekom Aktie: Aktivist Elliott greift an?
Der Konzern erwarb weitere eigene Aktien; Bernstein senkte die Einstufung und das Kursziel wegen US- und Festnetzrisiken.
Kurz zusammengefasst
- Rückkauf von 3,29 Millionen Aktien
- Bernstein senkt Rating und Kursziel
- HBO Max in MagentaTV integriert
- T-Travel bietet Datenpakete für über 200 Länder
Die Deutsche Telekom treibt ihr laufendes Kapitalprogramm weiter voran. Wie das Unternehmen gestern per Pflichtmitteilung bekannt gab, erwarb der Bonner Konzern im Zeitraum vom 21. bis einschließlich 25. September insgesamt 3.292.319 eigene Aktien an der Börse. Seit dem offiziellen Programmstart am 10. August summiert sich die Gesamtzahl der zurückgekauften Papiere damit auf 17.298.084 Stück.
Mit den fortlaufenden Erwerben stützt das Unternehmen die eigene Kapitalstruktur und reduziert die Zahl der frei gehandelten Anteile am Markt. Im vorbörslichen Handel notiert der Titel heute bei 26,66 Euro, was einem Rückgang von 0,4 Prozent gegenüber dem Vortag entspricht.
Strategische Diskussionen um T-Mobile US
Abseits der regelmäßigen Rückkäufe steht die langfristige Unternehmensstruktur im Blickpunkt der Investoren. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters baute der aktivistische Investor Elliott Investment Management am 3. September eine Beteiligung an der Deutschen Telekom auf.
Medienberichten zufolge forderte der Investor das Management auf, eine mögliche Fusion mit der US-Tochter T-Mobile US nicht weiter zu verfolgen. Die genaue Höhe dieses Engagements blieb dabei ungenannt.
Die Unwägbarkeiten rund um die künftige Ausrichtung des US-Geschäfts schlagen sich auch in den Einschätzungen der Analysten nieder. Am Freitag stufte das Analysehaus Bernstein die Telekom-Aktie von „Outperform“ auf „Market Perform“ herab und reduzierte das Kursziel von 37 auf 28,10 Euro.
Als Hauptgründe nannten die Experten die Unsicherheit bezüglich einer Transaktion mit T-Mobile US sowie den zunehmenden Konkurrenzkampf im deutschen Festnetz- und Breitbandmarkt.
Plattformdienste und Netzausbau
Im operativen Tagesgeschäft setzt der Telekommunikationskonzern auf den Ausbau seiner digitalen Dienstleistungen und Inhalte. Am 23. September integrierte das Unternehmen den Streamingdienst HBO Max in Deutschland in die hauseigene Plattform MagentaTV.
Abonnenten können den Dienst seither unmittelbar über das Portal buchen und nutzen. Ergänzend dazu startete der Konzern das Angebot T-Travel, eine Plattform für eSIM-Dienste, über die auch verbindungsexterne Nutzer mobile Datenpakete für mehr als 200 Reiseländer buchen können.
Parallel zu den digitalen Diensten schreitet auch der klassische Infrastrukturausbau im Bundesgebiet voran. So meldete der Konzern am 17. September ein Glasfaserprojekt für bislang unterversorgte Adressen in der baden-württembergischen Gemeinde Löchgau. Damit versucht das Management, die Netzabdeckung schrittweise zu verdichten und die Position gegenüber Wettbewerbern im Festnetzbereich abzusichern.
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