Deutsche Telekom Aktie: Deutsche Bank senkt auf 40 Euro wegen Starlink

Wegen wachsendem Wettbewerb durch Starlink und Stargate senkt die Deutsche Bank das Kursziel der Deutschen Telekom, bestätigt aber die Kaufempfehlung.

Andreas Sommer ·
Deutsche Telekom Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Kursziel von 42 auf 40 Euro gesenkt
  • Buy-Einstufung bleibt bestehen
  • Starlink und Stargate als Wettbewerbsrisiken
  • Quartalszahlen am 6. August erwartet

Die Deutsche Bank hat ihr Kursziel für die Deutsche Telekom von 42 auf 40 Euro gesenkt, die Einstufung „Buy“ aber bestätigt. Analyst Robert Grindle begründete den Schritt am 21. Juli 2026 mit wachsendem Wettbewerbsdruck durch den Satelliteninternet-Anbieter Starlink und das KI-Projekt Stargate, die nach seiner Einschätzung den Wettbewerbsvorteil des Bonner Konzerns schmälern. Zugleich verwies der Analyst auf die aus seiner Sicht niedrige Bewertung der Aktie sowie auf Klarheit bei möglichen Fusionen und Übernahmen, die für das Papier sprächen.

Die Aktie reagierte auf die Nachricht mit Kursverlusten. Am Dienstag schloss das Papier bei 26,70 Euro, nach einem Tagesminus von 1,73 Prozent. Damit liegt der Titel rund zwei Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 27,27 Euro – ein Hinweis darauf, dass sich der kurzfristige Trend zuletzt eingetrübt hat, auch wenn sich die Aktie in den vergangenen 30 Tagen noch im Plus bewegte.

Starlink und Stargate als neue Belastungsfaktoren

Der von der Deutschen Bank angeführte Konkurrenzdruck durch Starlink ist kein rein europäisches Phänomen. Auch international rückt der Satelliteninternet-Anbieter zunehmend in den Fokus etablierter Telekommunikationsanbieter: Tesla hat im Juli 2026 seine autonomen Cybercab-Fahrzeuge mit einer Starlink-V5-Antenne von SpaceX ausgestattet, die Übertragungsraten von mehr als 375 Mbit/s ermöglichen soll. Solche Entwicklungen unterstreichen, wie breit sich Satellitenkommunikation inzwischen in Mobilitäts- und Konnektivitätslösungen einnistet – ein struktureller Trend, den Analyst Grindle als Belastung für klassische Netzbetreiber wie die Deutsche Telekom wertet.

Trotz der gesenkten Zielmarke bleibt die Deutsche Bank bei ihrer positiven Grundeinschätzung. Grindle verweist auf die im Marktvergleich niedrige Bewertung der Telekom-Aktie sowie auf strategische Optionen im Bereich Fusionen und Übernahmen, die dem Konzern zusätzlichen Spielraum verschaffen könnten. Diese Argumentation stützt das „Buy“-Rating, auch wenn das Kursziel um zwei Euro zurückgenommen wurde.

Blick auf den Quartalstermin

Anleger richten den Blick nun auf die anstehende Bilanzvorlage. Die Deutsche Telekom wird ihre Zahlen zum zweiten Quartal 2026 am 6. August 2026 veröffentlichen. Diese Vorlage dürfte zeigen, ob sich der von der Deutschen Bank skizzierte Wettbewerbsdruck bereits in den operativen Kennzahlen niederschlägt oder ob das laufende Geschäft der Telekom-Töchter, allen voran in den USA, den Gegenwind bislang kompensieren kann.

Die gesenkte Zielmarke von 40 Euro liegt weiterhin deutlich über dem aktuellen Kursniveau der Aktie. Die Bewertungslücke, die Grindle konstatiert, bleibt damit erheblich – ein Umstand, der die „Buy“-Einstufung trotz der Zielkorrektur nachvollziehbar erscheinen lässt. Ob sich diese Einschätzung bestätigt, dürfte sich mit den Quartalszahlen Anfang August und der weiteren Entwicklung des Wettbewerbsumfelds rund um Satelliteninternet und KI-Infrastruktur zeigen.

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Deutsche Telekom Aktie

28,67 EUR

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KGV 15,97
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Sektor Kommunikationsdienste
Div.-Rendite 3,55 %
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Ø Kursziel 37,16 EUR
ISIN: DE0005557508 WKN: 555750

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