Deutsche Telekom baut 2026 konsequent auf drei Säulen: mehr Kapitalrückführung an Aktionäre, ambitionierte Wachstumsziele und eine technologische Partnerschaft, die das Netz der Zukunft mitgestalten soll. Das operative Fundament dafür lieferten solide Jahreszahlen 2025.
Rückkaufprogramm läuft auf Hochtouren
In der ersten Märzwoche erwarb der Bonner Konzern rund 1,15 Millionen eigene Aktien im Wert von etwa 38,1 Millionen Euro. Seit Programmstart Anfang Januar summiert sich das Volumen auf über 12,3 Millionen zurückgekaufte Anteilscheine. Für das Gesamtjahr 2026 sind Rückkäufe von bis zu 2 Milliarden Euro geplant – für DAX-Verhältnisse eine beachtliche Größenordnung.
Dazu kommt eine erhöhte Dividende: Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt der Vorstand 1,00 Euro je Aktie vor, elf Prozent mehr als im Vorjahr. Die Auszahlung ist für den 8. April geplant.
T-Mobile US trägt das Wachstum
Das Zahlenwerk für 2025 gibt dieser Ausschüttungspolitik Rückendeckung. Der Konzernumsatz stieg auf 119,1 Milliarden Euro, organisch ein Plus von 4,2 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis kletterte auf 44,2 Milliarden Euro.
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Haupttreiber war erneut die US-Tochter T-Mobile US, deren Service-Umsatz um 7,8 Prozent zulegte. Im Februar erhöhte die Telekom ihren Anteil an T-Mobile US auf 52,8 Prozent – und kündigte an, 2026 keine Anteile zu verkaufen. Der deutsche Heimatmarkt zeigte ein gemischtes Bild: Während der Gesamtumsatz leicht sank, wuchs das bereinigte operative Ergebnis auf 10,7 Milliarden Euro.
Starlink als Netz-Absicherung ab 2028
Auf dem Mobile World Congress in Barcelona verkündete Deutsche Telekom Anfang März eine Kooperation mit Starlink. Ab Frühjahr 2028 soll die sogenannte Direct-to-Cell-Technologie in Deutschland und neun weiteren europäischen Märkten verfügbar sein. Verliert ein Smartphone das terrestrische Signal, wechselt es automatisch ins Starlink-Satellitennetz – mit Zugang zu Daten, Sprache und SMS. Für den Konzern bedeutet das vor allem mehr Netzrobustheit, etwa bei Naturkatastrophen oder Stromausfällen.
Für 2026 peilt die Telekom ein bereinigtes EBITDA von rund 47,4 Milliarden Euro an, ein währungsbereinigtes Plus von etwa sieben Prozent. Der Free Cash Flow soll auf rund 19,8 Milliarden Euro steigen, das bereinigte Ergebnis je Aktie auf etwa 2,20 Euro. Ob diese Ziele realistisch sind, wird sich rasch zeigen: Am 1. April steht die Hauptversammlung an, am 13. Mai folgen die Q1-Zahlen – der erste echte operative Gradmesser für das neue Jahr.
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