Die Deutsche Telekom geht in die Offensive und liefert gleich an zwei Fronten ab. Auf dem Mobile World Congress 2026 präsentierte der Bonner Konzern nicht nur Geschäftsahlen, die die eigenen Prognosen für 2025 übertrafen, sondern überraschte auch mit einer historischen Allianz mit Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX. Während die Dividende zweistellig steigt, soll die neue Partnerschaft ab 2028 Funklöcher in Europa endgültig schließen.
Historische Allianz im All
Das Kernthema des Auftritts in Barcelona war zweifellos die Unterzeichnung der strategischen Partnerschaft mit Starlink. Ziel ist das sogenannte „Everywhere Network“, das terrestrischen Mobilfunk nahtlos mit Satellitentechnologie verknüpft. Ab 2028 sollen Smartphones in zehn europäischen Ländern – darunter Deutschland, Österreich und Polen – automatisch ins Satellitennetz wechseln, sobald kein herkömmliches Signal verfügbar ist.
Technisch nutzt die Telekom dafür die „Starlink Mobile V2″-Konstellation von SpaceX für Direct-to-Device-Dienste (D2D). Der entscheidende Vorteil für den Endkunden: Es ist keine spezielle Hardware nötig. Herkömmliche Smartphones verbinden sich direkt mit den Satelliten. Dies ist der erste Deal dieser Art für SpaceX in Europa, nachdem das Unternehmen im September Spektrumlizenzen für rund 17 Milliarden US-Dollar erworben hatte.
Zahlenwerk und Dividende überzeugen
Operativ untermauerte der Konzern seine Ambitionen mit soliden Fakten für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025. Der Umsatz kletterte auf 119,1 Milliarden Euro, während das bereinigte EBITDA AL organisch um 4,7 Prozent auf 44,2 Milliarden Euro zulegte. Haupttreiber war erneut das US-Geschäft: T-Mobile US steigerte die Service-Erlöse um 7,8 Prozent und bleibt der Wachstumsmotor des Konzerns.
Anleger profitieren direkt von dieser Entwicklung. Der Vorstand schlägt eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor, was einer Anhebung um 11 Prozent entspricht. Da die Ausschüttung aus dem steuerlichen Einlagekonto erfolgt, ist sie für inländische Aktionäre in der Regel steuerfrei. Zusätzlich plant das Management für das laufende Jahr Aktienrückkäufe von bis zu 2 Milliarden Euro.
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Trotz dieser fundamentalen Stärke reagierte die Aktie zuletzt verhalten und notierte am Freitag bei 32,77 Euro, was einem Wochenverlust von knapp 3,5 Prozent entspricht. Nach der starken Rallye von über 17 Prozent seit Jahresanfang nutzen einige Marktteilnehmer die guten Nachrichten offenbar für Gewinnmitnahmen, zumal der Kurs nur noch rund 5 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 34,53 Euro notiert.
Ausblick: 47 Milliarden im Visier
Für 2026 legt die Telekom die Messlatte hoch. Das bereinigte EBITDA AL soll auf rund 47,4 Milliarden Euro steigen, der Free Cashflow wird bei knapp 20 Milliarden Euro erwartet. In Deutschland liegt der Fokus weiterhin auf dem Infrastrukturausbau: Nachdem 2025 bereits 2,5 Millionen neue Glasfaseranschlüsse geschaffen wurden, soll das Tempo hoch bleiben, um das Ziel von 25 Millionen Haushalten bis 2030 zu erreichen.
Investoren blicken nun auf die nächsten konkreten Meilensteine. Die Hauptversammlung am 1. April 2026 dürfte die Dividende formal absegnen, bevor am 13. Mai die Ergebnisse des ersten Quartals zeigen werden, ob der optimistische Ausblick für das laufende Jahr standhält. Gelingt es der Telekom, die operative Marge weiter zu steigern, könnte die aktuelle Konsolidierung im Aktienkurs nur eine kurze Atempause vor dem Angriff auf neue Hochs sein.
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