Deutsche Telekom Aktie: Dritte Tranche startet am 1. Juli
Trotz 52-Wochen-Tief startet die Telekom die dritte Rückkauf-Tranche. Analysten bleiben trotz Kursschwäche mehrheitlich optimistisch.

Kurz zusammengefasst
- Dritte Rückkauf-Tranche mit 560 Millionen Euro
- Insiderkäufe durch Vorstandsmitglied Diehl
- Analysten sehen Kurspotenzial trotz Talfahrt
- Aktie notiert 26,7 Prozent unter Jahreshoch
Neues Rekordtief, neue Rückkauf-Tranche: Die Deutsche Telekom zeigt sich trotz Kursschwäche kampfbereit. Während die Aktie Ende Juni auf ein 52-Wochen-Tief fiel, startet der Bonner Konzern zeitgleich die dritte Phase seines milliardenschweren Aktienrückkaufs. Ein Widerspruch, der genauer hinsehen lässt.
Start der dritten Rückkauf-Tranche
Zum 1. Juli 2026 hat die Telekom die dritte Phase ihres im November 2025 beschlossenen Rückkaufprogramms gestartet. Der Konzern plant für diesen Abschnitt bis Ende September ein Budget von bis zu 560 Millionen Euro. Rechnerisch könnte die Telekom damit bis zu 23,5 Millionen eigene Aktien über Xetra zurückkaufen.
Die ersten beiden Phasen zeigen bereits die Dimension des Programms. In der ersten Tranche kaufte der Konzern rund 15,6 Millionen Aktien für etwa 471 Millionen Euro. Die zweite Tranche zwischen April und Juni brachte weitere 19,4 Millionen Aktien für rund 543 Millionen Euro.
Insgesamt hat die Telekom im Rahmen des „Aktienrückkaufprogramms 2026“ bereits über 35 Millionen eigene Aktien erworben. Allein im ersten Halbjahr flossen dafür rund 1,1 Milliarden Euro. Bis Ende 2026 will der Konzern Aktien im Wert von bis zu 2 Milliarden Euro zurückkaufen und den Großteil einziehen. Das Ziel: den Gewinn je Aktie steigern.
Insiderkäufe und Analysteneinschätzungen
Auch das Management setzt eigenes Geld ein. Vorstandsmitglied Rodrigo Francisco Diehl kaufte am 29. Juni 2026 zunächst 2.000 Aktien zu 24,64 Euro. Einen Tag später folgten weitere Käufe im Wert von 24.150 Euro zum Kurs von 24,15 Euro. Insgesamt investierte Diehl damit rund 73.000 Euro in 3.000 eigene Aktien.
Die Analystenzunft bleibt trotz der Kursschwäche mehrheitlich zuversichtlich. Barclays senkte am 1. Juli das Kursziel von 39,50 Euro auf 36,50 Euro, behielt aber die Einstufung „Overweight“ bei. Die UBS bestätigte am 3. Juli ihre Kaufempfehlung. Im Schnitt sehen Experten das Kursziel bei 38,19 Euro — deutlich über dem aktuellen Niveau.
Marktlage und technische Einordnung
Am Freitag schloss die Aktie bei 25,18 Euro, ein Minus von 0,47 Prozent. Auf Monatssicht steht ein Verlust von 10,23 Prozent zu Buche, zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt der Abstand 12,50 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 34,35 Euro aus Ende Februar trennen das Papier mittlerweile 26,70 Prozent.
Marktbeobachter führen den Verkaufsdruck unter anderem auf Spekulationen über eine mögliche vollständige Fusion mit der US-Tochter T-Mobile US zurück. Solche Überlegungen sorgen für Unsicherheit über die künftige Konzernstruktur. Der RSI von 37,1 signalisiert eine sich nähernde überverkaufte Zone, die annualisierte Volatilität liegt bei 29,42 Prozent.
Die kommende Woche dürfte zeigen, ob das Rückkaufvolumen der dritten Tranche den Abwärtstrend bremsen kann. Den nächsten konkreten Test liefert der 6. August 2026, wenn die Deutsche Telekom ihre Zahlen zum zweiten Quartal und zum ersten Halbjahr vorlegt.
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