Die Deutsche Telekom holt Elon Musks Satelliten-Technologie nach Europa. Gemeinsam mit Starlink will der Bonner Konzern ab 2028 hartnäckige Funklöcher aus dem All schließen – eine technologische Premiere für den Kontinent. Dazu kommen starke 2025er-Zahlen und ambitionierte Finanzversprechen für 2026.
Europas erste Starlink-V2-Anbindung
Am 2. März gab die Telekom auf dem Mobile World Congress in Barcelona eine strategische Partnerschaft mit SpaceX bekannt. Ab Anfang 2028 sollen Kunden in zehn europäischen Ländern Direct-to-Cell-Dienste nutzen können – insgesamt 140 Millionen Abonnenten erhalten Zugang zur satellitengestützten Mobilkommunikation.
Das Besondere: Kompatible Smartphones verbinden sich direkt mit Starlink-Satelliten, ohne zusätzliche Hardware. Verliert ein Gerät das terrestrische Signal, wechselt es automatisch ins All. Daten, Video, Sprache und Textnachrichten laufen dann über die V2-Generation von Starlink – eine Technologie, die in Europa erstmals zum Einsatz kommt.
Der praktische Nutzen zeigt sich in schwer erschließbaren Gebieten wie Naturschutzgebieten oder bei anspruchsvoller Topografie. Zusätzlich verbessert die Satelliten-Anbindung die Netzresilienz bei Naturkatastrophen oder Stromausfällen, wenn die terrestrische Infrastruktur ausfällt.
Geschäftsjahr 2025 übertrifft Prognosen
Die Finanzergebnisse untermauern die Technologieoffensive: Der Konzernumsatz stieg 2025 auf 119,1 Milliarden Euro, organisch ein Plus von 4,2 Prozent. Das bereinigte EBITDA AL kletterte auf 44,2 Milliarden Euro – organisch ein Zuwachs von 4,7 Prozent.
Haupttreiber bleibt T-Mobile US, an dem die Telekom ihren Anteil im Februar auf 52,8 Prozent erhöhte. Die US-Tochter steigerte den Service-Umsatz um 7,8 Prozent, das operative Ergebnis wuchs um fast 7 Prozent. Für 2026 kündigte der Konzern an, keine weiteren Anteile zu verkaufen.
Im Heimatmarkt Deutschland zeigt sich ein gemischtes Bild: Der Gesamtumsatz sank leicht um 0,4 Prozent auf 25,6 Milliarden Euro, hauptsächlich wegen niedrigerer Geräteumsätze. Die Service-Umsätze legten organisch jedoch um 1,1 Prozent zu, das bereinigte operative Ergebnis stieg um 1,7 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro.
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Bemerkenswert ist der Glasfaserausbau: 2,5 Millionen neue Anschlüsse in 2025 bedeuten einen Rekord. Insgesamt sind 12,6 Millionen Haushalte erreichbar, bis 2030 sollen es mindestens 25 Millionen werden. Die Marke von 2 Millionen FTTH-Kunden wurde bereits überschritten.
Aktienrückkäufe und höhere Dividende
Für 2026 peilt die Telekom ein bereinigtes EBITDA AL von rund 47,4 Milliarden Euro an – ein Wachstum von etwa 7 Prozent. Der Free Cash Flow soll auf circa 19,8 Milliarden Euro steigen, das bereinigte Ergebnis je Aktie auf etwa 2,20 Euro klettern, was währungsbereinigt einem Plus von rund 10 Prozent entspricht.
Die vorgeschlagene Dividende für das Geschäftsjahr 2025 liegt bei 1,00 Euro je Aktie, ein Anstieg von 11 Prozent. Die Auszahlung ist für den 8. April geplant. Zusätzlich plant der Konzern Aktienrückkäufe von bis zu 2 Milliarden Euro. Allein in der letzten Februarwoche wurden 1.140.238 Aktien zurückgekauft.
KI-Offensive und Cloud-Strategie
Neben der Starlink-Kooperation präsentierte die Telekom in Barcelona weitere Technologie-Bausteine: Der Magenta AI Call Assistant arbeitet während eines Telefonats direkt auf dem Smartphone, ohne separate App. Die KI-Funktion wurde gemeinsam mit ElevenLabs entwickelt und aktiviert sich ausschließlich nach expliziter Kundenfreigabe.
Eine erweiterte Partnerschaft mit Nokia zielt auf cloudbasierte, KI-native RAN-Technologien ab. Nokia soll dabei intelligentere, autonomere Netzwerkfunktionen entwickeln.
Am 1. April findet die Hauptversammlung statt, am 13. Mai folgen die Q1-Ergebnisse für 2026.
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