Deutsche Telekom Aktie: Hofmeyr übernimmt Vorstandsressort
Jan Hofmeyr übernimmt im November das Technologie-Ressort, während Rückkäufe laufen und Gespräche über ein Satelliten-Mobilfunk-Bündnis offen bleiben.

Kurz zusammengefasst
- Jan Hofmeyr übernimmt Technologie-Ressort
- Telekom erwirbt 2,9 Millionen eigene Aktien
- COSMOTE TELEKOM wechselt zu Telekom
- Satelliten-Konsortium bleibt Gegenstand früher Gespräche
Die Deutsche Telekom sortiert ihre Führungsmannschaft neu. Jan Hofmeyr, bislang bei Amazon Web Services tätig, übernimmt zum 1. November das Vorstandsressort Product & Technology. Er folgt auf Abdurazak Mudesir, der die Position zuvor verlassen hatte. Die Personalie fällt in eine Phase, in der der Konzern ohnehin im Fokus institutioneller Investoren steht.
Elliott im Hintergrund, operative Themen im Vordergrund
Anfang September war bekannt geworden, dass der aktivistische Investor Elliott Investment Management eine Beteiligung an der Deutschen Telekom aufgebaut hat, wie Reuters berichtete. Ein genauer Anteil wurde nicht genannt, doch die Nachricht sorgte für spürbare Kursbewegung.
Elliott kritisiert dabei Pläne rund um die US-Tochter T-Mobile US, deren Finanzchef zeitgleich einen Wechsel ankündigte – ein Umstand, der die Aufmerksamkeit zusätzlich auf die amerikanische Sparte lenkte.
Während diese Diskussion die Schlagzeilen prägt, treibt der Konzern parallel sein laufendes Aktienrückkaufprogramm voran. In der Woche vom 31. August bis 4. September kaufte die Deutsche Telekom rund 2,9 Millionen eigene Aktien zurück.
Seit Programmstart am 10. August summiert sich das Volumen auf gut 8 Millionen Aktien. Das Programm war im August um 3 Milliarden Euro auf bis zu 5 Milliarden Euro aufgestockt worden – eine Maßnahme, auf die Reuters im Zusammenhang mit den Elliott-Berichten verwies.
Markenwechsel in Griechenland
Auch international bewegt sich etwas: Bei der griechischen Tochter OTE Group läuft seit Anfang September die Umstellung der Marke COSMOTE TELEKOM auf schlicht Telekom. Der Schritt reiht sich in die Bestrebungen des Konzerns ein, seine internationalen Beteiligungen stärker unter einem einheitlichen Markendach zu bündeln.
Am Kapitalmarkt wird zudem über mögliche Kooperationen jenseits des Kerngeschäfts diskutiert. Bloomberg berichtete am Montag über frühe Gespräche zwischen der Deutschen Telekom, Orange, Vodafone Group und Telefónica über ein mögliches Satelliten-zu-Mobilfunk-Konsortium im Hinblick auf EU-Frequenzauktionen. Eine endgültige Entscheidung steht nicht fest, die Gespräche befinden sich in einem frühen Stadium.
Kursreaktion und Einordnung
Am Freitag schloss die Aktie bei 28,45 Euro, ein Plus von 1,9 Prozent zum Vortag. Auf Wochensicht bewegt sich das Papier mit 0,1 Prozent kaum vom Fleck, seit Jahresbeginn steht ein Zuwachs von 2,4 Prozent zu Buche.
Zum bisherigen 52-Wochen-Hoch von 34,35 Euro, erreicht Ende Februar, fehlen der Aktie derzeit 17 Prozent – ein Hinweis darauf, dass die Elliott-Diskussion und die Unsicherheit über die künftige Ausrichtung von T-Mobile US den Kurs bislang belasten, statt ihn zu beflügeln.
Für Anleger bleibt damit ein Spannungsfeld bestehen: Auf der einen Seite treibt der Konzern operative Themen wie den Rückkauf, die Führungsneuaufstellung und internationale Markenpflege konsequent voran. Auf der anderen Seite hängt über allem die ungeklärte Frage, welchen Kurs die Deutsche Telekom bei T-Mobile US letztlich einschlägt – und wie stark Elliott darauf Einfluss nehmen kann.
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