Deutsche Telekom Aktie: Keine leichter Ausweg!
Nach ergebnisloser Verhandlungsrunde starten Warnstreiks bei der Telekom. Ver.di fordert 6,6 Prozent mehr Lohn bei zwölf Monaten Laufzeit.

Kurz zusammengefasst
- Warnstreiks ab 28. April
- Kein Angebot der Arbeitgeber
- Forderung: 6,6 Prozent mehr
- Aktie leicht im Minus
Ver.di macht Ernst. Nachdem die zweite Verhandlungsrunde am Montag ohne jedes Angebot der Arbeitgeberseite endete, rief die Gewerkschaft noch am Abend zu vollschichtigen Warnstreiks auf — beginnend heute, am 28. April 2026.
Kein Angebot, sofortige Eskalation
Den Auftakt machen Beschäftigte in Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg. Weitere Standorte sollen im Laufe der Woche folgen. Die Verhandlungen hatten erst am 13. April begonnen — die Eskalation kommt damit ungewöhnlich früh.
Ver.di fordert für rund 60.000 Tarifbeschäftigte eine Entgelterhöhung von 6,6 Prozent bei zwölf Monaten Laufzeit. Hinzu kommen ein Mitgliederbonus von 660 Euro jährlich sowie monatlich 120 Euro mehr für Auszubildende und dual Studierende. Die Arbeitgeberseite hat bislang keinen Gegenentwurf vorgelegt.
Dividende und Rückkäufe als Reizthema
Der Tarifkonflikt trifft auf eine politisch aufgeladene Kulisse. Für das Geschäftsjahr 2025 schlug die Telekom eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor — ein Anstieg gegenüber 0,90 Euro im Vorjahr. Ferner hat das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm von zwei Milliarden Euro für 2026 angekündigt. Gewerkschaften werten solche Ausschüttungen regelmäßig als Beleg dafür, dass Spielraum für höhere Entgelte vorhanden ist.
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Dass die Telekom 2025 einen Konzernumsatz von 119,1 Milliarden Euro erzielte, dürfte ver.dis Haltung kaum weichen lassen.
Zwei weitere Verhandlungsrunden bis Ende Mai
Die Aktie reagierte auf die Streikankündigung mit einem leichten Minus und notiert aktuell bei 26,77 Euro — knapp über dem 52-Wochen-Tief von 26,45 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund vier Prozent verloren, auf Sicht von zwölf Monaten sind es über 13 Prozent.
Zwei weitere Verhandlungsrunden sind für den 11./12. Mai sowie den 26./27. Mai geplant. Ob die Telekom in der nächsten Runde ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegt, wird entscheidend dafür sein, wie lange und wie breit die Streiks ausfallen. Parallel wartet der Markt auf die Q1-Zahlen am 13. Mai — das Management peilt für 2026 ein bereinigtes EBITDA von rund 47,4 Milliarden Euro an und könnte dort Argumente liefern, die beide Seiten unter Druck setzen.
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