Deutsche Telekom Aktie: Margen in Gefahr!
Die Deutsche Telekom sieht ihre Margenziele durch hohe Gehaltsforderungen der Gewerkschaft ver.di bedroht, während ein Aktienrückkauf den Kurs stabilisieren soll.

Kurz zusammengefasst
- Ver.di fordert 6,6 Prozent mehr Lohn für Beschäftigte
- EBITDA-Ziel von 47,4 Milliarden Euro in Gefahr
- Aktienrückkäufe im Volumen von 550 Millionen Euro
- Erstes Quartalsergebnis im Mai als wichtiger Prüfstein
Bei der Deutschen Telekom prallen in diesen Tagen zwei gegensätzliche finanzielle Kräfte aufeinander. Während der Bonner Konzern mit der zweiten Tranche seines Aktienrückkaufprogramms den Kurs stützen will, formiert sich auf der Ausgabenseite massiver Kostendruck. Ab dem 13. April fordert die Gewerkschaft ver.di deutliche Gehaltsaufschläge, die die ehrgeizigen Profitabilitätsziele für das laufende Jahr empfindlich stören könnten.
Hohe Forderungen treffen auf Rekordziele
Für die bundesweit rund 60.000 Tarifbeschäftigten verlangt die Arbeitnehmervertretung eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie einen zusätzlichen Mitgliederbonus von 660 Euro. Diese Lohnforderungen fallen in eine Phase, in der das Management ambitionierte Vorgaben ausgerufen hat. Das bereinigte EBITDA soll auf rund 47,4 Milliarden Euro klettern, der Free Cashflow wird bei etwa 19,8 Milliarden Euro gesehen. Deutlich höhere Personalkosten bergen hier ein direktes Risiko für die angestrebten Gewinnmargen.
Rückkäufe gegen den Kursabschlag
Parallel zu den anstehenden Verhandlungen steuert das Unternehmen mit Kapitalmaßnahmen gegen. Seit Anfang April läuft die zweite Phase des Aktienrückkaufprogramms mit einem Volumen von bis zu 550 Millionen Euro. Diese Käufe dienen primär dazu, Verwässerungseffekte durch die Ausgabe von Belegschaftsaktien auszugleichen.
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Eine Stützung kann das Papier durchaus gebrauchen, nachdem der jüngste Dividendenabschlag von einem Euro je Anteilsschein den Titel spürbar belastet hatte. Aktuell notiert der Wert bei 31,17 Euro und hält sich damit noch rund fünf Prozent über der wichtigen 200-Tage-Linie. Auf das bisherige Jahr gerechnet verbucht der DAX-Konzern dennoch ein solides Plus von knapp 12 Prozent.
Harte Fakten im Mai
Die kommenden Wochen definieren die finanzielle Flughöhe der Telekom für den Rest des Jahres. Neben den bis Ende Mai terminierten vier Verhandlungsrunden mit ver.di liefert der kommende Monat konkrete Zahlen. Bei der Präsentation der Ergebnisse für das erste Quartal werden Analysten genau nachrechnen, ob die zum 1. April umgesetzten Preisanpassungen im deutschen Breitbandgeschäft ausreichen, um die drohenden Mehrkosten auf der Personalseite abzufedern.
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