Deutsche Telekom Aktie: Morningstar sieht 35% Abschlag
Morningstar stuft die Telekom-Aktie hoch und sieht deutliche Unterbewertung. Starke US-Tochter und Aktienrückkäufe stützen den Kurs.

Kurz zusammengefasst
- Morningstar vergibt fünf Sterne
- Rund 35 Prozent Rabatt zum fairen Wert
- T-Mobile US sichert stabile Einnahmen
- Konzern kauft eigene Aktien zurück
Der Bonner Telekommunikationsriese kämpft an der Börse mit anhaltendem Gegenwind. Analysten sehen in der aktuellen Schwächephase eine massive Fehlbepreisung. Ein neues Rating rückt nun das enorme Aufwärtspotenzial in den Fokus.
Morningstar sieht massive Unterbewertung
Das Analysehaus Morningstar wertet die Papiere deutlich auf. Die Experten vergeben nun fünf statt zuvor vier Sterne. Sie sehen einen erheblichen Abschlag zum fairen Wert. Für die in den USA gehandelten Anteilscheine beziffern sie diesen auf 44 US-Dollar.
Zum aktuellen Kursniveau entspricht das einem Rabatt von rund 35 Prozent. Die Analysten begründen diesen Schritt mit der stabilen Marktposition der Bonner. Auch das europäische Kerngeschäft liefert nach Ansicht der Experten verlässliche Zahlen.
T-Mobile US sichert Cashflows
Den wichtigsten Rückhalt bietet weiterhin das US-Geschäft. T-Mobile US trotzt dem aktuellen Branchendruck. In Metropolen wie New York kontrolliert die Tochtergesellschaft rund die Hälfte des Marktes. Diese Dominanz sichert der Konzernmutter stabile Einnahmen aus Übersee.
Auch neue Technologien ändern daran vorerst wenig. Satellitendienste wie Starlink stellen laut der Bank of America kurzfristig keine existenzielle Gefahr für die urbanen Netze dar.
Millionen für die Kurspflege
Flankierend stützt das Management den Kurs mit eigenen Mitteln. Das laufende Aktienrückkaufprogramm läuft auf Hochtouren. Allein Ende Juni erwarb der Konzern über 727.000 eigene Papiere über die Börse Xetra. Dafür flossen rund 18 Millionen Euro.
Seit Anfang April summieren sich die Käufe auf über 19,3 Millionen Aktien. Das Management reduziert damit gezielt das Angebot am Markt. Das Ziel: ein höherer Gewinn pro Aktie.
Harter Weg aus dem Tief
An der Börse zeigt diese Kombination erste Wirkung. Nach dem 52-Wochen-Tief bei 23,54 Euro Ende Juni kletterte der Kurs zuletzt wieder. Am Montag schloss das Papier bei 25,57 Euro. Damit verbucht die Aktie auf Wochensicht ein Plus von sieben Prozent.
Auf lange Sicht bleibt das Bild eingetrübt. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von acht Prozent auf der Kurstafel. Der Abstand zur wichtigen 200-Tage-Linie bei 28,76 Euro signalisiert weiteren Aufholbedarf. Die laufenden Aktienrückkäufe bilden auf diesem Niveau das Fundament für die weitere Bodenbildung.
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