Deutsche Telekom Aktie: Nettogewinn um 28 Prozent gefallen

Trotz Gewinnrückgang im ersten Quartal hebt die Telekom dank T-Mobile US die Jahresprognose für das operative Ergebnis an.

Dieter Jaworski ·
Deutsche Telekom Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Operatives Ergebnis steigt auf 11,5 Milliarden Euro
  • Nettogewinn sinkt um 28 Prozent
  • Glasfaserausbau erreicht 13 Millionen Haushalte
  • Analysten sehen Aktie deutlich unterbewertet

Die Deutsche Telekom liefert zum Jahresauftakt 2026 ein gemischtes Bild. Der Nettogewinn schrumpft deutlich. Das operative Geschäft legt indes stetig zu. Die starke US-Tochter T-Mobile treibt den Konzern an. Das Management hebt die Jahresziele sogar leicht an.

Operatives Wachstum federt Gewinnrückgang ab

Im ersten Quartal stieg der Umsatz minimal auf 29,9 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis kletterte um zwei Prozent auf 11,5 Milliarden Euro. Rechnet man Währungseffekte heraus, lag das Plus sogar deutlich höher.

Der Bonner Konzern verdiente unter dem Strich jedoch weniger. Der Nettogewinn fiel um 28 Prozent auf zwei Milliarden Euro. Sondereffekte aus dem Vorjahr belasten den Vergleich. Parallel dazu kosten Restrukturierungen bei der US-Tochter T-Mobile viel Geld.

Glasfaserausbau im Fokus

Auf dem Heimatmarkt treibt das Unternehmen den Glasfaserausbau voran. Ende März nutzten 2,2 Millionen Haushalte einen aktiven Anschluss. Das entspricht einem Zuwachs von 200.000 Kunden seit Jahresbeginn. Insgesamt erreicht das Netz nun 13 Millionen Haushalte.

Die aktuelle Nutzungsquote liegt bei gut 17 Prozent. Hier zeigt die Konkurrenz mehr Zugkraft. Wettbewerber wie die Deutsche Glasfaser melden bereits 2,8 Millionen angeschlossene Haushalte. Deren Auslastung fällt mit rund 30 Prozent fast doppelt so hoch aus.

Analysten bleiben optimistisch

An der Börse reagieren Investoren verhalten auf die Zahlen. Die T-Aktie notiert am Freitag bei 27,66 Euro und gibt leicht nach. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Minus von rund 15 Prozent auf der Kurstafel. Damit pendelt der Kurs aktuell spürbar unter der 50-Tage-Linie.

Charttechnisch steht die Aktie vor einer großen Herausforderung. Die Marke von 29 Euro gilt als massiver Widerstand. Nur ein nachhaltiger Ausbruch über dieses Level eröffnet den Weg nach oben.

Großbanken sehen das Dax-Schwergewicht hingegen deutlich unterbewertet. Die Deutsche Bank bestätigt ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 42 Euro. Goldman Sachs taxiert den fairen Wert auf 40 Euro. Die Experten werten die Quartalszahlen als Bestätigung der langfristigen Wachstumsstory.

Der Vorstand blickt zuversichtlich auf das restliche Jahr. Dank der florierenden US-Säule steigt die Prognose für das operative Gesamtjahresergebnis auf etwa 47,5 Milliarden Euro. Das Management rechnet für 2026 ferner mit einem stabilen freien Cashflow von über 19,8 Milliarden Euro. Diese robuste Finanzkraft sichert den weiteren Netzausbau ab.

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