Deutsche Telekom Aktie: Prüfung von AST SpaceMobile
Die Telekom erwägt Satelliten- und Drohnenlösungen gegen Funklöcher. Analysten bleiben positiv, die Aktie legte zuletzt um 6,2 Prozent zu.

Kurz zusammengefasst
- Satelliten-Internet als Netzergänzung geprüft
- Fliegende Basisstationen für mobile Abdeckung
- T-Mobile-US-Belegschaft schrumpft auf 65.365
- Aktie steigt 30 Tage um 6,2 Prozent
Die Deutsche Telekom sondiert offenbar neue Wege, um Funklöcher zu schließen. Laut einem Branchenbeitrag prüft der Bonner Konzern Konnektivitätsoptionen von AST SpaceMobile sowie von Amazons Kuiper-Projekt für Breitband aus dem niedrigen Erdorbit. Ergänzend demonstrierte das Unternehmen fliegende Basisstationen, mit denen sich mobile Netzabdeckung herstellen lässt – etwa dort, wo klassische Infrastruktur fehlt oder ausfällt.
Satelliten als Ergänzung zum Mobilfunknetz
Die Idee dahinter: Wo Mastenbau unwirtschaftlich oder unmöglich ist, sollen Satelliten oder fliegende Stationen die Lücke schließen. Für die Deutsche Telekom wäre das ein weiterer Baustein, um die Netzabdeckung auszubauen, ohne in jedem entlegenen Winkel neue Bodeninfrastruktur errichten zu müssen.
Konkrete Vertragsabschlüsse mit AST SpaceMobile oder Amazon nennt der Bericht nicht – es handelt sich um eine Prüfung von Optionen, nicht um eine beschlossene Partnerschaft.
Im US-Geschäft zeigt sich derweil ein anderer Trend: Bei T-Mobile US ist die Zahl der Vollzeitkräfte zum 30. Juni im Zuge einer laufenden Transformation der Belegschaft auf 65.365 gesunken. Der Umbau in den Vereinigten Staaten läuft parallel zu den Investitionen in neue Netztechnologien auf Konzernebene.
Analysten bleiben optimistisch
Mehrere Häuser hatten sich zuletzt zur Aktie geäußert. Am 10. August bestätigte die Deutsche Bank ihre Einstufung „Buy“ für die Telekom-Aktie. Zuvor hatten sich auch UBS, JPMorgan, Berenberg und Bernstein positiv positioniert: UBS beließ das Papier am 7. August auf „Buy“ mit einem Kursziel von 36,20 Euro, JPMorgan stufte es tags zuvor mit „Overweight“ und einem Ziel von 38 Euro ein. Berenberg nannte 35,20 Euro, Bernstein bestätigte „Outperform“. Sämtliche Kursziele liegen damit spürbar über dem aktuellen Niveau der Aktie.
Diese Einschätzungen fielen im Umfeld der Quartalszahlen vom 6. August und der damals angehobenen Free-Cashflow-Prognose. Seither hat sich der Rückenwind für das Papier fortgesetzt: In den vergangenen 30 Tagen legte die Aktie um 6,2 Prozent zu, zum Wochenschluss am Freitag notierte sie bei 28,87 Euro. Zum bisherigen 52-Wochen-Hoch von 34,35 Euro, erreicht Ende Februar, fehlen dem Titel damit noch 16 Prozent.
Ausblick für Anleger
Die Kombination aus Netzausbau-Innovationen, einem laufenden milliardenschweren Aktienrückkaufprogramm und mehrheitlich positiven Analystenurteilen zeichnet aktuell ein stabiles Bild für die Deutsche Telekom.
Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 138,41 Milliarden Euro, die Volatilität der vergangenen 30 Handelstage bei 32 Prozent annualisiert – ein Hinweis darauf, dass der Markt trotz der positiven Nachrichtenlage mit spürbaren Kursschwankungen rechnet.
Ob sich die Satelliten-Pläne konkretisieren, dürfte sich erst in den kommenden Monaten zeigen. Für Anleger bleibt entscheidend, dass der Konzern parallel an mehreren Fronten arbeitet: Netzinnovation, internationale Zukäufe und Kapitalrückführung an die Aktionäre prägen derzeit das Bild der Aktie.
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