Deutsche Telekom Aktie: S&P hebt auf A- an
S&P stuft Telekom auf A- hoch, während Verdi-Streit und Kursrückgang die positive operative Entwicklung überschatten.

Kurz zusammengefasst
- Erstmals A-Rating von S&P
- Drohnenabwehr mit Rheinmetall geplant
- Glasfaser-Kundenwachstum auf 2,2 Millionen
- Verdi-Konflikt belastet Aktienkurs
Ein historisches Bonitäts-Upgrade und eine neue Rüstungskooperation bescheren der Deutschen Telekom operativen Rückenwind. An der Börse klaffen Realität und Stimmung allerdings auseinander. Während Analysten hohe Kursziele ausrufen, drückt ein ungelöster Tarifkonflikt auf die Aktie.
Die Ratingagentur S&P hob die Bonität des Bonner Konzerns vergangene Woche auf A- an. Damit erreicht das Unternehmen erstmals dieses Niveau. Die Analysten erwarten einen jährlichen freien operativen Cashflow von über 20 Milliarden Euro. Das schafft finanzielle Flexibilität.
Parallel dazu baut das Management neue Geschäftsfelder auf. Gemeinsam mit Rheinmetall plant der Telekommunikationsriese einen Abwehrschirm gegen Drohnen. Das Mobilfunknetz soll künftig als Radarsystem fungieren. Es soll Anomalien im Datenverkehr erkennen, die auf die Steuerung von Fluggeräten hindeuten. Die Telekom forscht hierfür eng mit der Universität der Bundeswehr Hamburg zusammen.
Glasfaserausbau schreitet voran
Im Kerngeschäft zeigt sich ein solides Bild. Ende März verzeichnete das Unternehmen in Deutschland rund 2,2 Millionen Kunden mit aktivem Glasfaseranschluss. Im ersten Quartal kamen etwa 200.000 neue Nutzer hinzu. Die Aufnahmerate stieg leicht auf 17,1 Prozent. Für das Gesamtjahr visiert der Vorstand einen weiteren deutlichen Zuwachs an.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Deutsche Telekom?
Tarifstreit belastet den Kurs
Die operativen Fortschritte spiegeln sich im Aktienkurs kaum wider. Am Freitag schloss das Papier bei 27,63 Euro und notiert damit gut 15 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Der Kurs hat sich spürbar von der 200-Tage-Linie bei 29,24 Euro nach unten abgesetzt.
Ein wesentlicher Belastungsfaktor ist der laufende Konflikt mit der Gewerkschaft Verdi. Die Arbeitnehmervertreter wiesen das jüngste Angebot für die rund 60.000 Beschäftigten als unzureichend zurück. Sie nutzen das anstehende Aktienrückkaufprogramm über zwei Milliarden Euro gezielt als Hebel für ihre Lohnforderungen.
Analysten lassen sich von der aktuellen Schwäche nicht beirren. Führende Banken wie Goldman Sachs und Deutsche Bank raten weiterhin zum Kauf und rufen Kursziele um die 40 Euro aus. Am 26. und 27. Mai geht der Tarifstreit in die vierte Verhandlungsrunde. Eine Einigung am Verhandlungstisch könnte den Weg für eine Kurserholung freimachen.
Deutsche Telekom-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Telekom-Analyse vom 17. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Deutsche Telekom-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Telekom-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Deutsche Telekom: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...