Die Deutsche Telekom verkündet parallel zu starken Jahreszahlen eine strategische Kurskorrektur: Künftig soll Satellitentechnologie von Starlink die letzten Funklöcher in Europa schließen. Gleichzeitig präsentiert der Konzern auf dem Mobile World Congress in Barcelona einen KI-gestützten Anrufassistenten, der ohne App oder Zusatzhardware funktionieren soll.
T-Mobile US treibt Konzern weiter an
Die Zahlen für 2025 liefern die finanzielle Basis für die Technologieoffensive. Der Konzernumsatz kletterte organisch um 4,2 Prozent auf 119,1 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA AL um 4,7 Prozent auf 44,2 Milliarden Euro. Beide Kennzahlen übertrafen die eigene Guidance. Der Free Cashflow AL erreichte 20,2 Milliarden Euro und übertraf das Ziel von 20,1 Milliarden Euro knapp.
Haupttreiber bleibt die US-Tochter T-Mobile US. Sie steigerte den Service-Umsatz um 7,8 Prozent auf 71,3 Milliarden US-Dollar und gewann 7,8 Millionen Postpaid-Kunden – deutlich mehr als die 6,1 Millionen im Vorjahr. Im Februar 2026 erhöhte die Telekom ihren Anteil auf 52,8 Prozent.
Glasfaser kompensiert schwaches Gerätegeschäft in Deutschland
Das Deutschlandgeschäft zeigt eine gemischte Entwicklung. Der Gesamtumsatz sank um 0,4 Prozent auf 25,6 Milliarden Euro, belastet durch niedrigere Geräteverkäufe. Der Service-Umsatz wuchs jedoch organisch um 1,1 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis stieg um 1,7 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro.
Der Glasfaserausbau erreichte mit 2,5 Millionen neuen Anschlüssen in 2025 einen Rekordwert. Insgesamt sind nun 12,6 Millionen Haushalte erreichbar, bis 2030 sollen es mindestens 25 Millionen werden. Die Marke von 2 Millionen FTTH-Kunden im Heimatmarkt wurde überschritten.
Starlink und KI-Assistent: Zwei unterschiedliche Zeitpläne
Die Starlink-Partnerschaft zielt auf „Direct-to-Device“-Konnektivität ab – Mobilfunkempfang über Satellit ohne zusätzliche Hardware. Nach Vodafone, Telefónica und Orange setzt nun auch die Telekom auf diese Technologie. Der Start ist Anfang 2028 in mehreren europäischen Märkten geplant, darunter Deutschland. Die Telekom bezeichnet dies als erste Vereinbarung dieser Art in Europa auf Basis von Starlinks V2-Technologie.
Schneller verfügbar könnte der Magenta AI Call Assistant sein, den die Telekom in Barcelona als Weltpremiere präsentiert. In Zusammenarbeit mit ElevenLabs entwickelt, soll er Live-Übersetzung, Gesprächszusammenfassungen und direkte Fragenbeantwortung während eines Telefonats ermöglichen – ohne App-Download. Die Funktion greift ausschließlich nach expliziter Aktivierung; ohne Zustimmung werden keine Gesprächsdaten gespeichert oder analysiert.
Ausblick: Höhere Dividende und Aktienrückkauf
Für 2025 schlägt der Vorstand eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor – 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Auszahlung ist für den 8. April 2026 vorgesehen, vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung am 1. April. Zusätzlich plant der Konzern für 2026 ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 2 Milliarden US-Dollar.
Die Guidance für 2026 fällt ambitioniert aus: Das bereinigte EBITDA AL soll auf rund 47,4 Milliarden Euro steigen, der Free Cashflow AL wird bei etwa 19,8 Milliarden Euro erwartet, das bereinigte Ergebnis je Aktie bei rund 2,20 Euro. Ob die Technologieoffensive diese Ziele stützen kann, wird sich ab den Q1-Zahlen am 13. Mai 2026 zeigen.
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