Deutsche Telekom Aktie: Vorstand kauft 3.000 Aktien
Trotz 52-Wochen-Tief startet Telekom dritte Rückkauf-Tranche. Vorstand Diehl investiert 73.000 Euro in eigene Papiere.

Kurz zusammengefasst
- Dritter Aktienrückkauf für 560 Millionen Euro
- Vorstand Diehl kauft 3.000 Aktien
- Kurs erholt sich vom Jahrestief
- Analysten sehen Kurspotenzial
Die Deutsche Telekom Aktie fiel Ende Juni auf ein 52-Wochen-Tief von 23,54 Euro. Ausgerechnet in dieser Phase startet der Bonner Konzern die dritte Phase seines Aktienrückkaufprogramms. Ein Vorstandsmitglied kaufte zeitgleich privat Aktien nach. Zwei Signale, ein Ziel: Vertrauen in den eigenen Kurs demonstrieren.
Dritte Rückkauf-Tranche mit klarem Budget
Seit dem 1. Juli 2026 kauft die Deutsche Telekom erneut eigene Aktien zurück. Für diese dritte Tranche stehen bis zu 560 Millionen Euro bereit. Der Konzern erwirbt die Papiere bis Ende September über die Handelsplattform Xetra.
Rechnerisch könnten so bis zu 23,5 Millionen Aktien zurück in den eigenen Bestand wandern. Das Gesamtprogramm läuft seit November 2025 und endet Ende 2026. Der Vorstand hat dafür bis zu 2 Milliarden Euro eingeplant.
Die ersten beiden Phasen liefen bereits an. In der ersten Tranche kaufte die Telekom rund 15,6 Millionen Aktien für etwa 471 Millionen Euro.
Die zweite Tranche zwischen April und Juni 2026 brachte weitere 19,4 Millionen Aktien für rund 543 Millionen Euro ins Haus. Insgesamt hat die Telekom im ersten Halbjahr Aktien im Wert von rund 1,1 Milliarden Euro erworben. Der Großteil davon soll eingezogen werden, um den Gewinn je Aktie zu steigern.
Vorstand kauft eigene Aktien im großen Stil
Ende Juni sendete auch Vorstandsmitglied Rodrigo Francisco Diehl ein persönliches Signal. Am 29. Juni kaufte er 2.000 Aktien zu 24,64 Euro.
Einen Tag später legte er nach, für 24.150 Euro zum Kurs von 24,15 Euro. Insgesamt investierte Diehl damit rund 73.000 Euro in 3.000 eigene Aktien. Solche Insiderkäufe gelten als Vertrauensbeweis in die eigene Unternehmensbewertung.
Kurs unter Druck, Analysten bleiben zuversichtlich
Die Aktie schloss am Freitag bei 25,20 Euro. Binnen sieben Tagen steht damit ein Minus von 4,22 Prozent zu Buche, auf Monatssicht sind es 10,16 Prozent.
Seit Jahresbeginn hat der Titel 9,58 Prozent verloren, auf Zwölfmonatssicht sogar 18,76 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 34,35 Euro vom 27. Februar 2026 trennen die Aktie inzwischen 26,64 Prozent.
Vom Tief bei 23,54 Euro Ende Juni hat sich der Kurs immerhin um 7,05 Prozent erholt. Der 14-Tage-RSI liegt bei 36,9 und nähert sich damit überverkauftem Terrain. Die annualisierte Volatilität von 28,92 Prozent zeigt, wie nervös der Markt die Aktie derzeit handelt.
Trotz der Kursverluste bleiben Analysten mehrheitlich zuversichtlich. Barclays senkte das Kursziel am 1. Juli von 39,50 auf 36,50 Euro, beließ die Einstufung aber bei „Overweight“. Die UBS bestätigte ihre Einschätzung zwei Tage später.
Nach Analysten-Prognosen von Juni 2026 empfehlen zwei Experten die Aktie zum Kauf. Im Schnitt liegt ihr Kursziel bei 36,60 Euro und damit deutlich über dem aktuellen Niveau.
Die aktuelle Rückkauf-Tranche läuft bis Ende September, das Gesamtprogramm bis Jahresende 2026. Bis dahin bleibt der Rückkauf der wichtigste Kurstreiber, den das Unternehmen selbst in der Hand hält.
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