Deutsche Telekom Aktie: Zweifel nagen weiterhin!
Die Deutsche Telekom treibt die Vollfusion mit T-Mobile US voran, was den Staatsanteil schrumpfen ließe. Anleger reagieren verunsichert.

Kurz zusammengefasst
- Verschmelzung zu neuer Holdinggesellschaft
- Staatsanteil würde auf 18 Prozent sinken
- Aktie verliert binnen Monat 13 Prozent
- Gewerkschaften nutzen Aktienrückkauf als Druckmittel
Die Deutsche Telekom skizziert Pläne für den weltgrößten Telekommunikationskonzern. Eine neue Holding soll das Bonner Unternehmen vollständig mit der lukrativen US-Tochter T-Mobile verschmelzen. An der Börse löst die Vision allerdings keine Euphorie aus. Im Gegenteil. Anleger schicken die Aktie auf Talfahrt.
Flucht aus Deutschland?
Konzernchef Timotheus Höttges lässt offenbar konkrete Szenarien für den Zusammenschluss durchspielen. Der Plan sieht eine neue Holdinggesellschaft vor. Diese würde ein Tauschangebot für die Aktien beider Unternehmen abgeben. Der Clou: Die neue Dachgesellschaft hätte ihren Sitz voraussichtlich im europäischen Ausland. Als Vorbild dient die Fusion von Praxair und Linde. Damals fungierte eine irische Holding als neutrale Klammer.
Die rote Linie des Bundes
Aktuell hält die Telekom gut 53 Prozent an T-Mobile US. Dieser Anteil macht mehr als zwei Drittel des gesamten Bonner Börsenwerts aus. Eine Vollverschmelzung bringt ein massives strukturelles Problem mit sich. Die Bundesregierung und die KfW besitzen zusammen rund 28 Prozent der Telekom-Aktien. Nach einem Zusammenschluss würde dieser Anteil auf etwa 18 Prozent schrumpfen. Damit verlöre der Staat seine historische Sperrminorität. Ein politisch heikles Unterfangen.
Tarifstreit und Kursverluste
Neben den Fusionsspekulationen sorgt ein harter Arbeitskampf für Unruhe. Die Gewerkschaften fordern mehr Geld. Sie nutzen das geplante Aktienrückkaufprogramm über zwei Milliarden Euro als Druckmittel. Eine entscheidende Verhandlungsrunde steht noch im Mai an.
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Die Unsicherheit drückt massiv auf den Aktienkurs. Am Freitag notierte das Papier bei 27,48 Euro. Damit verlor der Titel innerhalb eines Monats fast 13 Prozent an Wert.
Der Blick auf die Zahlen
Analysten lassen sich von der aktuellen Schwäche nicht beirren. Im Schnitt sehen sie den fairen Wert der Aktie bei 40,10 Euro.
Das Management hält derweil an seinen Jahreszielen fest. Der Vorstand peilt ein bereinigtes operatives Ergebnis von rund 47 Milliarden Euro an. Ob das operative Geschäft die ehrgeizigen Pläne stützt, zeigt sich in wenigen Tagen. Am 13. Mai veröffentlicht die Telekom ihre Zahlen für das erste Quartal.
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