Deutsche Telekom: Prognose auf 1,05 Millionen Neukunden

T-Mobile US hebt Prognose an, während in Deutschland der Tarifkonflikt eskaliert. Analysten bleiben trotzdem optimistisch für die Aktie.

Felix Baarz ·
Deutsche Telekom Aktie

Kurz zusammengefasst

  • T-Mobile US übertrifft Erwartungen deutlich
  • Prognose für Neukunden angehoben
  • Tarifkonflikt in Deutschland eskaliert
  • Analysten bestätigen Kaufempfehlungen

In den USA florieren die Geschäfte, in Deutschland ruht die Arbeit. Bei der Deutschen Telekom offenbart sich derzeit ein scharfer Kontrast zwischen den Märkten. Während die US-Tochter ihre Jahresprognose nach oben schraubt, eskaliert im Heimatmarkt der Tarifkonflikt.

T-Mobile US übertraf im ersten Quartal die Erwartungen deutlich. Der Umsatz kletterte auf 23,1 Milliarden US-Dollar. Parallel dazu stieg das operative Ergebnis spürbar an. Lediglich der Nettogewinn fiel aufgrund von Zukaufskosten geringer aus.

Das Management blickt entsprechend optimistisch auf den weiteren Jahresverlauf. Die Prognose für neue Vertragskunden wurde angehoben. Zukünftig peilt der Mobilfunker hier bis zu 1,05 Millionen zusätzliche Konten an. Bereits im Auftaktquartal verbuchte das Unternehmen ein solides Kundenwachstum.

Gedankenspiele um neue Konzernstruktur

Abseits der operativen Zahlen rücken strategische Überlegungen in den Fokus. Die Telekom hält derzeit gut die Hälfte an ihrer wertvollen US-Tochter. Erste Gedankenspiele kreisen nun um einen vollständigen Zusammenschluss in Form einer Holding.

Ein solcher Schritt erfordert allerdings hohe Hürden. Das Management von T-Mobile US verwies auf die nötige Zustimmung der Minderheitsaktionäre. Hinzu kommt die politische Dimension. Der deutsche Staat und die KfW halten gemeinsam fast 30 Prozent an der Telekom und müssten einen Umbau mittragen.

Harte Fronten im Heimatmarkt

Im heimischen Markt kämpft der Konzern derweil mit massiven Störungen. Die Gewerkschaft ver.di hat die Warnstreiks nach einer ergebnislosen Verhandlungsrunde ausgeweitet. Am heutigen Mittwoch lag der Schwerpunkt der Arbeitsniederlegungen in Nordrhein-Westfalen und Teilen Ostdeutschlands.

Für den morgigen Donnerstag folgen weitere Bundesländer, darunter Bayern und Baden-Württemberg. Die Arbeitnehmervertreter fordern ein Lohnplus von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeberseite verweist auf hohe Personalkosten und notwendige Milliardeninvestitionen in den Netzausbau.

Analysten bleiben zuversichtlich

Marktbeobachter lassen sich von den Streiks in Deutschland bisher nicht beunruhigen. JPMorgan und die Deutsche Bank bestätigten ihre Kaufempfehlungen. Die Kursziele liegen mit 40 beziehungsweise 42 Euro weit über dem aktuellen Niveau.

An der Börse honorieren Anleger die starken US-Zahlen. Die Telekom-Aktie legte am Mittwoch um gut zwei Prozent auf 27,32 Euro zu. Damit löst sich das Papier etwas von seinem jüngsten 52-Wochen-Tief. Am 11. Mai entscheidet sich in Potsdam bei der dritten Verhandlungsrunde, ob auch im Tarifkonflikt eine Entspannung in Sicht ist.

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Deutsche Telekom Aktie

27,32 EUR

+ 0,56 EUR +2,09 %
KGV 13,58
Sektor Kommunikationsdienste
Div.-Rendite 3,72 %
Marktkapitalisierung 129,47 Mrd. EUR
ISIN: DE0005557508 WKN: 555750

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