Deutsche Telekom: Q1-Bericht am 13. Mai
Analysten diskutieren über eine mögliche Vollübernahme von T-Mobile US, während die Aktie der Deutschen Telekom technisch schwach notiert.

Kurz zusammengefasst
- Vollübernahme von T-Mobile US im Gespräch
- Aktie fällt unter 200-Tage-Linie
- Geschäftskundenbereich mit Starlink ausgebaut
- Quartalszahlen am 13. Mai erwartet
Starke Kursziele, schwache Kurse — bei der Deutschen Telekom klaffen Analystenerwartungen und Marktrealität derzeit weit auseinander. Während die Aktie in den vergangenen Wochen deutlich an Boden verloren hat, rückt am Kapitalmarkt ein gewaltiges strategisches Szenario in den Mittelpunkt. Eine mögliche Vollübernahme der US-Tochter T-Mobile US sorgt für reichlich Diskussionsstoff.
Analysten bewerten Fusionsszenario
Marktbeobachter analysieren die Fusionsüberlegungen differenziert. JPMorgan-Analyst Akhil Dattani sieht in einem Zusammenschluss eine klare Stoßrichtung. Die Transaktion könnte den Bewertungsabschlag der Bonner gegenüber der wachstumsstarken US-Tochter verringern. Aktuell wird die Telekom mit dem 14-fachen des erwarteten Gewinns gehandelt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von T-Mobile US liegt bei rund 20. Dattani bestätigt sein Kursziel von 40 Euro.
Die Deutsche Bank mahnt indes zur Vorsicht. Analyst Robert Grindle hält an seiner Kaufempfehlung fest, verweist aber auf mögliche Nebenwirkungen eines noch größeren Konzernverbunds. Das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt branchenweit bei gut 40 Euro. UBS-Experte Polo Tang bescheinigt dem Papier in seiner jüngsten Studie ebenfalls erhebliches Aufwärtspotenzial.
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Schwaches technisches Bild
An der Börse zeichnet sich ein anderes Bild ab. Mit aktuell 27,71 Euro notiert die Aktie gut 14 Prozent tiefer als noch vor einem Monat. Der Kurs hat die 200-Tage-Linie bei 29,48 Euro nach unten durchbrochen. Das technische Bild bleibt angeschlagen.
Operativ treibt der Konzern parallel dazu den Ausbau des Geschäftskundenbereichs voran. Seit diesem Frühjahr vermarktet die Telekom als einziger deutscher Netzbetreiber Satelliteninternet über das Starlink-Netz von SpaceX. Der Dienst richtet sich gezielt an Unternehmen und Behörden ohne ausreichende Glasfaser- oder Mobilfunkanbindung.
Am 13. Mai präsentiert die Deutsche Telekom ihre Ergebnisse für das erste Quartal. Im Fokus der Investoren steht das bereinigte EBITDA. Der Vorstand peilt für das Gesamtjahr ein operatives Ergebnis von 47,4 Milliarden Euro an. Die anstehenden Zahlen müssen belegen, wie schnell sich die jüngsten Netzinvestitionen auszahlen und ob die US-Tochter ihren Wachstumskurs ungestört fortsetzt.
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