Deutz: 19 Prozent Plus seit Jahresbeginn
Der Motorenhersteller Deutz verbucht einen leichten Kursrückgang, bleibt aber auf Jahressicht mit rund 19 Prozent im Plus.

Kurz zusammengefasst
- Leichter Kursrückgang auf 10,13 Euro
- Jahresplus von rund 19 Prozent
- Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt 19 Prozent
- Langfristanleger sehen 168 Prozent Wertzuwachs
Die Deutz-Aktie zeigt sich am heutigen Dienstag uneinheitlich: Am Vormittag legte das Papier des Kölner Motorenherstellers zunächst zu, im Tagesverlauf drehte der Kurs dann ins Minus. Aktuell notiert die Aktie bei 10,13 Euro und verliert damit 0,69 Prozent gegenüber dem gestrigen Schlusskurs von 10,20 Euro. Der Ausschlag fällt in einen Handelstag, an dem sich der breitere Markt in Frankfurt deutlich freundlicher zeigt – der DAX steuert auf ein neues Rekordhoch zu, getragen von zyklischen Industrie- und Autowerten. Nachlassende Ölpreise und Hoffnungen auf eine Annäherung zwischen den USA und dem Iran hatten am Morgen für Rückenwind gesorgt, auch der MDAX, in dem Deutz notiert ist, zog kräftig an.
Kräftige Erholung der vergangenen Wochen
Der Tagesverlust ändert wenig an der starken Entwicklung, die die Aktie zuletzt hingelegt hat. Über 30 Handelstage steht ein Plus von 16,44 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn liegt der Titel gut 19 Prozent im Plus. Trotz dieser Dynamik bleibt zum 52-Wochen-Hoch von 12,49 Euro, das Ende Februar markiert wurde, noch deutlich Luft: Aktuell notiert die Aktie knapp 19 Prozent darunter. Nach unten hat sich der Abstand zum Jahrestief bei 7,35 Euro von Anfang November dagegen bereits stark vergrößert – ein Zeichen dafür, wie kräftig sich der Kurs seither erholt hat. Die Marktkapitalisierung des MDAX-Werts liegt bei rund 1,56 Milliarden Euro.
Zehn Jahre Deutz: Verdreifachter Einsatz
Wer vor zehn Jahren in die Deutz-Aktie investiert hätte, könnte sich über eine deutliche Wertsteigerung freuen. Aus einem Investment von 100 Euro zum damaligen Kurs von 3,77 Euro wäre inzwischen ein Betrag von 268,58 Euro geworden – ein Plus von 168,58 Prozent. Damit hätte sich der Einsatz über das vergangene Jahrzehnt weit mehr als verdoppelt, wenngleich der Weg dorthin von erheblichen Schwankungen geprägt war, wie die jüngste Volatilität des Papiers zeigt.
Für Anleger bleibt der heutige Handelstag damit eher eine kurze Verschnaufpause innerhalb eines mittelfristig klar aufwärts gerichteten Trends. Die kurzfristige Gegenbewegung fällt angesichts der Kursgewinne der vergangenen Wochen moderat aus, während das Marktumfeld in Frankfurt insgesamt von der Stärke zyklischer Industriewerte profitiert. Ob sich die Rally in den kommenden Wochen fortsetzt, dürfte auch davon abhängen, wie sich die allgemeine Risikobereitschaft an den Aktienmärkten weiterentwickelt, die zuletzt vor allem von Sorgen um hoch bewertete Technologiewerte geprägt war.
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