Deutz Aktie: Rüstungs-Turbo zündet

Der Motorenhersteller Deutz verzeichnet dank strategischer Neuausrichtung Richtung Rüstung und Notstrom starkes Umsatzwachstum und steigende Margen.

Kurz zusammengefasst:
  • Starke Kursrally mit über 150 Prozent Gewinn
  • Neues Powerpack für Militärfahrzeuge in Entwicklung
  • Übernahme stärkt Geschäft mit Rechenzentren
  • Umsatz und operative Marge deutlich gestiegen

Die Deutz-Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten eine beeindruckende Rally hingelegt: Über 150 Prozent Plus brachten den Kurs Anfang Januar auf 10,60 Euro – den höchsten Stand seit Mitte 2007. Der Kölner Motorenhersteller wandelt sich vom klassischen Dieselanbieter zum Rüstungs- und Energiespezialisten. Die strategische Neuausrichtung zeigt Wirkung.

Die wichtigsten Fakten:

Deutz AG

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  • Neues 800-Kilowatt-Powerpack für Panzer und schwere Militärfahrzeuge in Entwicklung
  • Übernahme von Frerk Aggregatebau bringt 100 Millionen Euro zusätzlichen Umsatz
  • Umsatz in den ersten neun Monaten 2025 um knapp 15 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro gestiegen
  • Operative Marge auf 5,0 Prozent verbessert

800-Kilowatt-Motor für Kampfpanzer

Deutz treibt den Ausbau seines Militärgeschäfts voran. Zur Eurosatory 2026 in Paris will das Unternehmen ein 800-Kilowatt-Powerpack präsentieren – eine Getriebe-Motor-Kombination auf Basis eines V8-Motors. Die Entwicklung erfolgt zusammen mit einem führenden Getriebehersteller.

Marco Herre, CEO der DEUTZ Defense Systems GmbH, konkretisierte die Pläne gegenüber hartpunkt: Das Powerpack eigne sich für radgetriebene 8×8-Fahrzeuge und Kettenfahrzeuge. Die Investition erfolge aus eigenen Mitteln. Aktuell liefert Deutz bis zu 1.000 Motoren pro Jahr in die Ukraine. Das Fünf-Jahres-Ziel: 4 Milliarden Euro Umsatz, davon 10 Prozent aus dem Militärgeschäft – das wären 400 Millionen Euro.

Rechenzentren als zweites Standbein

Im Dezember 2025 unterzeichnete Deutz die Übernahme von Frerk Aggregatebau. Der norddeutsche Spezialist für Notstromanlagen beliefert vor allem Rechenzentren – ein Markt, der jährlich um 15 bis 20 Prozent wächst. Die Akquisition soll rund 100 Millionen Euro zusätzlichen Umsatz bringen. Das Bundeskartellamt hat das Fusionskontrollverfahren am 2. Januar 2026 eingeleitet, der Abschluss wird im ersten Quartal erwartet.

Seit dem 1. Januar 2026 arbeitet Deutz in fünf unabhängigen Geschäftsbereichen: Defense, Energy, Engines, NewTech und Service. Die neue Struktur soll die unterschiedlichen Wachstumsdynamiken besser abbilden.

Zahlen untermauern Strategie

Die Neunmonatszahlen 2025 belegen den Erfolg der Portfoliostrategie. Der Umsatz kletterte um 14,9 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT legte um 31,8 Prozent auf 75,5 Millionen Euro zu. Die operative Marge verbesserte sich von 4,4 auf 5,0 Prozent.

Warburg Research hob Anfang Januar das Kursziel von 11,30 auf 11,50 Euro an und bestätigte die Kaufempfehlung. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 10,73 Euro.

Mit der Übernahme der Sobek Gruppe und der Partnerschaft mit ARX Robotics positioniert sich Deutz zudem im Markt für unbemannte Systeme. Die niederländische Urban Mobility Systems ergänzt das Portfolio um batterieelektrische Antriebe – etwa für die Elektrifizierung des Fennek und die Hybridisierung des Bushmaster. Die Marktkapitalisierung beträgt aktuell 1,65 Milliarden Euro bei einem KGV von 38,5.

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