Deutz: Wasserstoff-18-Tonner seit März im Werkverkehr
Deutz startet Praxistest mit Wasserstoff-Lkw bei BMW. Im Mai stehen Quartalsbericht und Hauptversammlung an, die die neue Konzernstruktur untermauern sollen.

Kurz zusammengefasst
- Wasserstoff-Lkw im Realbetrieb bei BMW
- Umsatzplus von 12,7 Prozent im Jahr 2025
- Quartalsbericht am 7. Mai erwartet
- Aktie mit 51 Prozent Jahresplus trotz Rücksetzer
Zwei Wasserstoff-Lkw rollen durch die Werke von Deutz und BMW — und damit beginnt für den Kölner Motorenhersteller ein entscheidender Monat. Das HyCET-Projekt liefert erstmals Praxisdaten aus dem Realbetrieb, während im Mai Quartalsbericht und Hauptversammlung zeigen sollen, ob die neue Konzernstruktur mehr ist als ein Organigramm.
Vom Labor auf die Straße
Ende März übergaben IAV und Deutz zwei wasserstoffbetriebene 18-Tonner auf Daimler-Econic-Basis an den internen Werkverkehr. IAV koordinierte als Generalunternehmer die Umrüstung auf Deutz-Wasserstoffverbrennungsmotoren, die Integration der Tanksysteme und die Straßenzulassung. Das Projekt steht für 19,5 Millionen Euro Investitionsvolumen — davon kommen 11,3 Millionen Euro als Fördermittel des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr.
Der Ansatz unterscheidet sich bewusst von der Brennstoffzelle. Wasserstoffverbrennungsmotoren punkten mit schnellen Betankungszeiten und hoher Lastfähigkeit, gelten als Zero-Emission-Vehicles und fallen bei Deutz in die neu geschaffene Division NewTech. Seit Jahresbeginn ist der Konzern in fünf eigenständige Bereiche gegliedert: Defense, Energy, Engines, NewTech und Service.
Zahlen, Zölle, Dividende
Das Fundament stimmt. 2025 wuchs der Umsatz um 12,7 Prozent auf 2,04 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT legte um rund 46 Prozent auf 112,3 Millionen Euro zu. Das Kostensenkungsprogramm „Future Fit“ hat bereits über 25 Millionen Euro eingespart. Für 2026 peilt das Management einen Umsatz zwischen 2,3 und 2,5 Milliarden Euro an, die bereinigte EBIT-Marge soll zwischen 6,5 und 8,0 Prozent liegen.
Bei US-Importzöllen gibt Deutz die Mehrkosten an Kunden weiter. Der Effekt bleibt überschaubar: Nur rund 30.000 der jährlich produzierten 160.000 Motoren gehen in die USA, und nur etwa die Hälfte des dortigen Geschäfts unterliegt den Abgaben. Die wichtigsten US-Wettbewerber kommen aus Großbritannien und Japan — sie stehen vor denselben Hürden.
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Am 7. Mai folgt der Quartalsbericht unter der neuen Fünf-Divisionen-Struktur. Sechs Tage später, am 13. Mai, trifft sich die Hauptversammlung im Kölner Gürzenich. Zur Abstimmung steht eine Dividende von 0,18 Euro je Aktie — nach 0,17 Euro im Vorjahr, Auszahlung wäre am 18. Mai.
Kurs unter Druck
Die Aktie schloss am Freitag bei 10,01 Euro — ein Tagesrückgang von 4,3 Prozent. Auf Jahressicht bleibt das Bild mit einem Plus von rund 51 Prozent klar positiv, allerdings notiert der Kurs knapp 20 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 12,46 Euro aus dem Februar. Der RSI liegt bei 39,7 und signalisiert eine gewisse Schwäche im kurzfristigen Momentum.
Ob Defense und Energy als neue Wachstumstreiber bereits im ersten Quartal Substanz liefern oder vorerst strategische Ankündigungen bleiben, beantwortet der Q1-Bericht am 7. Mai.
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