Diginex Aktie: 1,5-Milliarden-Deal nach 12. Juni offen
Die verlängerte Frist für die milliardenschwere Resulticks-Übernahme durch Diginex ist verstrichen. Das Unternehmen schweigt zum Deal.

Kurz zusammengefasst
- Frist für Resulticks-Übernahme abgelaufen
- Management gibt kein Update zum Deal
- Nasdaq-Notierung durch Kurs unter Druck
- Neue Marketingchefin und Plattform gestartet
Diginex lässt die Börse im Dunkeln. Am 12. Juni verstrich die verlängerte Frist für die geplante Übernahme von Resulticks. Bislang schweigt das Management. Scheitert der Deal, wäre das ein herber Rückschlag für den Konzern.
Ein ungleicher Deal
Die Dimensionen der geplanten Transaktion sind gewaltig. Diginex will das Softwareunternehmen Resulticks für 1,5 Milliarden US-Dollar kaufen. Diginex bezahlt die Summe komplett in eigenen Aktien. Das Zielunternehmen erwirtschaftet rund 150 Millionen Dollar Jahresumsatz.
Diginex selbst spielt in einer völlig anderen Liga. Der Konzern generierte in den vergangenen zwölf Monaten lediglich 3,6 Millionen Dollar Umsatz. Die eigene Marktkapitalisierung liegt bei knapp 34 Millionen Dollar. Resulticks würde das Geschäft fundamental verändern.
Der ursprüngliche Kaufvertrag stammt vom April. Bereits Ende Mai verschoben die Parteien den Abschluss auf den 12. Juni. Seitdem warten Investoren auf ein Update. Das Unternehmen hat bisher keine Garantie für einen erfolgreichen Vollzug gegeben.
Die Uhr tickt doppelt
Parallel kämpft Diginex an einer zweiten Front. Die Nasdaq fordert einen Aktienkurs von dauerhaft über 1,00 Dollar. Bis zum 21. September muss das Papier diese Marke nachhaltig verteidigen. Andernfalls droht der Rauswurf aus dem Nasdaq Capital Market.
Aktuell tanzt die Aktie auf der Rasierklinge. Am Montag schloss das Papier bei exakt 1,01 Dollar. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Plus von gut sieben Prozent.
Die Nervosität bleibt hoch. Der RSI-Wert von 34,6 signalisiert eine fast überverkaufte Situation. Die annualisierte 30-Tages-Volatilität liegt bei extremen 130 Prozent. Die Folge: Jeder Handelstag wird zur Zitterpartie für die Aktionäre.
Interner Umbau geht weiter
Unabhängig von der Hängepartie treibt Diginex das operative Geschäft voran. Zwei Tage vor Ablauf der Übernahmefrist ernannte das Management Carole Zibi zur neuen Marketingchefin. Das Unternehmen bereitet offenbar eine größere Plattformstrategie vor.
Dazu passt ein neues Produkt. Anfang Juni startete eine End-to-End-Lösung für Lieferketten. Das System integriert Risikobewertungen und Mitarbeiterbefragungen in einer Plattform.
Der Fokus des Marktes bleibt auf der Resulticks-Übernahme. Ohne offizielle Bestätigung oder Absage hängt die Aktie knapp über der kritischen Ein-Dollar-Marke fest. Fällt der Deal ins Wasser, muss Diginex den Kurssturz und das mögliche Nasdaq-Delisting aus eigener Kraft abwenden.
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