Diginex Aktie: Resulticks soll 50 Millionen Gewinn bringen
Die Technologieplattform plant eine milliardenschwere Übernahme und die Verschmelzung von vier Sparten, während die Nasdaq den Rauswurf androht.
Kurz zusammengefasst
- Vier Geschäftsbereiche werden zusammengelegt
- Geplante Übernahme von Resulticks Global
- Nasdaq rügt zu niedrigen Aktienkurs
- Reverse Split zeigt keine Kurserholung
Diginex plant den großen Wurf. Das Unternehmen will eine profitable Übernahme stemmen und vier eigene Sparten zusammenlegen. Am Aktienmarkt kämpft die Technologieplattform derweil ums Überleben. Die US-Börse Nasdaq droht mit dem Rauswurf.
Umbau und Übernahme
Anfang Mai skizzierte Vize-Verwaltungsratschef Lorenzo Romano die neue Strategie. Vorstandschefin Lubomila Jordanova baut den Konzern radikal um. Vier bisher getrennte Einheiten verschmelzen zu einer einzigen Technologieplattform. Dazu gehören die Marken Plan A, Matter und The Remedy Project.
Dem Umbau ging eine intensive Prüfung voraus. Das Management führte rund 60 Gespräche mit Mitarbeitern. Daraufhin beschloss der Vorstand die Restrukturierung einstimmig. Das Ziel: eine integrierte Lösung für Nachhaltigkeit und grüne Finanzen. Finanzinstitute suchen zunehmend nach solchen Komplettlösungen.
Den entscheidenden Schub soll eine geplante Übernahme bringen. Diginex will Resulticks Global Companies kaufen. Hier treffen zwei völlig verschiedene Welten aufeinander. Diginex setzt derzeit weniger als vier Millionen US-Dollar um. Die Verlustmarge lag zuletzt bei extremen 276 Prozent.
Das Zielunternehmen liefert dagegen rund 150 Millionen US-Dollar Jahresumsatz. Die operative Marge liegt bei über 30 Prozent. Resulticks soll künftig bis zu 50 Millionen US-Dollar operativen Gewinn beisteuern. Die Transaktion ist allerdings noch nicht abgeschlossen.
Kampf gegen das Delisting
Parallel zur strategischen Neuausrichtung läuft eine kritische Frist. Ende März rügte die US-Börse Nasdaq das Unternehmen. Der Aktienkurs notierte 30 Handelstage lang unter der Marke von einem US-Dollar. Damit verletzt Diginex die Vorgaben für eine Börsennotierung.
Als Gegenmaßnahme führte das Management Ende April einen Reverse Split durch. Die Aktionäre bündelten jeweils acht alte Papiere zu einer neuen Aktie. Die Zahl der frei handelbaren Aktien sank dadurch auf gut 29 Millionen Stück.
Der mechanische Eingriff verfehlte seine Wirkung am Markt. Der Kurs rutschte Anfang Mai weiter ab und fiel auf 1,45 US-Dollar. Das war der vierte Rückgang in Folge. Investoren bewerten die ehrgeizigen Pläne offenbar mit Skepsis.
Bis zum 21. September 2026 muss das Management die Vorgaben der Börse erfüllen. Der Aktienkurs muss sich nachhaltig stabilisieren. Gelingt das nicht, kann Diginex auf eine Verlängerung um 180 Tage hoffen. Scheitert auch dieser Versuch, streicht die Nasdaq die Aktie vom Kurszettel.
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