Diginex Aktie: Short-Seller ziehen sich vor 31. Mai zurück
Bis Ende Mai muss die 1,5-Milliarden-Dollar-Übernahme von Resulticks abgeschlossen sein. Short-Seller ziehen sich zurück.

Kurz zusammengefasst
- Frist für Resulticks-Deal am 31. Mai
- Short-Volumen um 87 Prozent gefallen
- Drei Zukäufe seit Börsengang getätigt
- Gründer investierte 25 Millionen Dollar
Nächsten Sonntag läuft eine Frist ab, über die Anleger seit Wochen spekulieren. Bis zum 31. Mai müssen die Übernahme von Resulticks und die dazugehörige Finanzierung unter Dach und Fach sein. Die Uhr tickt – und die Bären sind geflohen.
Short-Seller auf dem Rückzug
Was im März noch nach Gegenwind aussah, hat sich im April gedreht. Das Short-Volumen bei Diginex brach von 2,67 Millionen Aktien Mitte April auf 339.621 Aktien zum Monatsende ein – ein Rückgang von 87,3 Prozent. Bei einem durchschnittlichen Tagesumsatz von 1,29 Millionen Aktien liegt die Days-to-Cover-Ratio bei gerade einmal 0,3 Tagen.
Ein bemerkenswerter Umschwung. Per Ende März war das Short-Interesse noch um 27,1 Prozent gestiegen.
Die 1,5-Milliarden-Frage
Der eigentliche Spannungsbogen liegt woanders: der geplanten Übernahme des Datenunternehmens Resulticks. Diginex hatte im April einen definitiven Kaufvertrag unterzeichnet – eine reine Aktientransaktion im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar. Die Außenfrist für den Abschluss wurde auf den 31. Mai 2026 verlängert.
Das Unternehmen selbst räumt ein: Es gibt keine Garantie, dass die Akquisition tatsächlich zustande kommt.
Drei Szenarien sind denkbar. Ein erfolgreicher Abschluss, eine weitere Verlängerung – oder das Scheitern. Jedes würde den Kurs unmittelbar bewegen.
16 Monate Transformation
Parallel zur Resulticks-Deadline veröffentlichte Diginex im Mai eine Bilanz seiner Entwicklung seit dem Nasdaq-Börsengang im Januar 2025. Die ehemalige Nachhaltigkeits-Reporting-Plattform positioniert sich als KI-gestütztes Daten- und Intelligence-Ökosystem.
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In dieser Zeit hat das Unternehmen drei strategische Akquisitionen mit einem Gesamtvolumen von über 100 Millionen US-Dollar abgeschlossen:
– Matter DK ApS (13 Millionen, Oktober 2025) für ESG-Analyse und Sustainable Finance.
– The Remedy Project (7,6 Millionen, Januar 2026) für menschenrechtliche Sorgfaltspflicht.
– Plan A (80 Millionen, Februar 2026) – eine der größten europäischen CO₂-Bilanzierungsplattformen.
Hinzu kommt ein strategischer Wiederverkaufsvertrag mit einem kumulierten Umsatzziel von bis zu 40 Millionen US-Dollar über vier Jahre.
Gründer investiert eigenes Geld
Diginex-Gründer und Chairman Miles Pelham hat seit dem Börsengang persönlich 25,4 Millionen US-Dollar nachgeschossen – zu einem Durchschnittskurs von 5,65 US-Dollar je Aktie. Allein im Juli 2025 kamen 11,54 Millionen zu 5,13 US-Dollar, im Oktober 2025 weitere 13,84 Millionen zu 6,16 US-Dollar.
Zum Vergleich: Die Aktie schloss am Freitag bei 1,10 US-Dollar. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 32 Millionen US-Dollar, der Verlust je Aktie bei -0,39 US-Dollar.
Die entscheidende Woche
Bis zum 31. Mai wird sich entscheiden, ob Diginex den Milliarden-Deal stemmen kann. Der Rückzug der Short-Seller deutet auf eine gewisse Zuversicht hin – oder zumindest auf geringere Risikobereitschaft vor dem Datum.
Sollte die Übernahme scheitern oder eine erneute Verlängerung nötig werden, dürfte der Druck auf den Kurs schnell zurückkehren. Gelingt der Abschluss, stünde Diginex mit einer völlig neuen Größe und Reichweite da – auf dem Papier zumindest. Der Markt wird es bewerten.
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