Diginex: Rosen und Schall Law ermitteln
Anwaltskanzleien untersuchen mögliche Falschinformationen bei Diginex. Grund sind Diskrepanzen zwischen Übernahmekonditionen und Aktienkurs.

Kurz zusammengefasst
- Rosen und Schall Law Firm ermitteln
- Vorwurf irreführender Geschäftsinformationen
- 1,5-Milliarden-Übernahme von Resulticks geplant
- Aktienkurs weit unter Referenzpreis
Eine geplante Milliardenübernahme, ein kürzlich durchgeführter Aktiensplit und eine massive Kursdiskrepanz. Bei Diginex klaffen die vertraglichen Konditionen und die Marktrealität derzeit weit auseinander. Das ruft nun erste Anlegerschutz-Kanzleien auf den Plan.
Die Rosen Law Firm und die Schall Law Firm haben Ende April Untersuchungen zu möglichen Wertpapieransprüchen eingeleitet. Im Raum steht der Vorwurf, das Management könnte irreführende Geschäftsinformationen verbreitet haben. Im Zentrum der Bedenken steht die geplante Akquisition von Resulticks. Diginex will das Unternehmen für 1,5 Milliarden US-Dollar übernehmen — vollständig bezahlt in eigenen Stammaktien.
Massive Lücke zum Referenzpreis
Anfang Mai sah sich das Unternehmen zu einer Klarstellung gezwungen. Nach einem Ende April vollzogenen Aktiensplit im Verhältnis acht zu eins liegt der vertragliche Referenzpreis für die Übernahme bei 10,56 US-Dollar je Anteilsschein. Auf dem Kurszettel sieht die Realität anders aus. Zuletzt pendelte die Diginex-Aktie um die Marke von zwei US-Dollar. Die Resulticks-Aktionäre sollen ihre Gegenleistung also zu einem Kurs erhalten, der mehr als das Fünffache des aktuellen Marktwerts beträgt.
Strategisch verspricht sich das Management viel von dem Zukauf. Resulticks soll künftig rund 150 Millionen US-Dollar zum Jahresumsatz beisteuern. Bis 2027 peilt das kombinierte Unternehmen Erlöse von bis zu 280 Millionen US-Dollar an. Diginex will sich damit als integrierte Plattform für Kundenbindung etablieren und fragmentierte Software-Lösungen bei Großkunden ablösen.
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Finanzierung bleibt ungeklärt
Ein entscheidender Faktor bleibt indes offen. Die Fremdfinanzierung für die Umsetzung des definitiven Transaktionsvertrags steht noch nicht. Das Unternehmen verhandelt weiterhin mit potenziellen Geldgebern und betont explizit, dass ein Abschluss des Deals keineswegs garantiert ist.
Die Aktionäre hatten auf einer virtuellen Hauptversammlung Mitte April bereits den Weg für die nötigen Kapitalmaßnahmen freigemacht. Sie stimmten den Satzungsänderungen mit überwältigender Mehrheit zu.
Ohne eine gesicherte Finanzierung rückt der operative Plan vorerst in den Hintergrund. Solange die massive Lücke zwischen dem vertraglichen Referenzpreis und dem tatsächlichen Börsenwert besteht, behalten die anlaufenden Kanzlei-Untersuchungen ihr Gewicht und dürften den Druck auf das Management aufrechterhalten.
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