Dow Jones-Index: Geht es weiter?

US-Zollpolitik mit überraschend hohen Abgaben gegen Kanada und Mexiko zeigt erste Auswirkungen auf den Dow Jones. Inflationsrisiken und Chancen für US-Unternehmen im Fokus.

Jörg Mahnert ·
Sonnenaufgang über Metropole und Finanzviertel

Kurz zusammengefasst

  • Hohe Zölle gegen Kanada und Mexiko eingeführt
  • US-Industrie profitiert von Importbeschränkungen
  • Steigende Inflationsrisiken durch Zollpolitik
  • Charttechnische Marke bei 45.073 Punkten

Der US-Präsident Trump hat die schon im Wahlkampf angekündigte Zoll-Politik begonnen. Überraschend hohe Abgaben gegen Kanada und Mexiko sind nun in Kraft. China traf es mit „nur“ 10%. Die EU soll ebenfalls mit Zöllen noch unbekannter Höhe belegt werden.

Im ersten Schritt gut für den Dow Jones

Die Folgen für den Dow Jones müssen differenziert gesehen werden. Auf der einen Seite wird die US-Industrie vor der ausländischen Konkurrenz abgeschirmt. Denn diese Produkte aus dem Ausland verteuern sich massiv. Gleichzeitig bietet das die Chance für die inländischen Unternehmen ihre Preise zu erhöhen und damit ihre Gewinne zu steigern. Allerdings gibt es hier nicht nur eine Schattenseite. Die Importe an Rohstoffen und Halbfertigwaren aus diesen Ländern werden ebenfalls teurer. Unternehmen, die so produzieren, gehören also keinesfalls zu den absoluten Gewinnern.

Inflation kann ein Problem werden

Mit diesen überraschend hohen Zöllen, die wohl mit hoher Sicherheit auch die EU treffen werden, importiert sich die USA eine steigende Inflation. Hier bleibt es abzuwarten, wie hoch diese schlussendlich ausfallen wird. Das Problem: Wenn die Inflation wieder ansteigt, wird die US-Notenbank ihre Geldpolitik wieder straffen. Das bedeutet, dass Kredite für die Unternehmen wieder teurer werden und die Gewinnschöpfung belasten.

Hier werden einige Investoren abwarten

Leider hat Trump die Zölle überraschend hoch ausgeprägt. Damit steigen die Inflationsgefahren mehr als es die meisten Analysten erwartet hatten. Es bleibt genau zu beobachten, ob die positiven Auswirkungen auf die Unternehmen im Dow Jones überwiegen. Ein wichtiges charttechnisches Signal für eine erneute Aufnahme der Börsen-Hausse im Dow Jones wäre das Überwinden des bisherigen Allzeithochs bei 45.073 Zählern.

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