DroneShield Aktie: 15,1 Prozent Short-Quote

DroneShield bleibt mit 15,1 Prozent Leerverkaufsquote Spitzenreiter in Australien. ASIC-Prüfung und gesenkte Prognose drücken den Kurs, während neue Produkte und Aufträge Hoffnung geben.

Eduard Altmann ·
Eine moderne Überwachungsdrohne über einer verschwommenen Industrielandschaft bei Dämmerung. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Höchste Short-Quote in Australien
  • Kurs 18 Prozent unter 50-Tage-Linie
  • ASIC-Untersuchung schürt Anlegerzweifel
  • Halbjahreszahlen am 26. August erwartet

DroneShield bleibt der meistgeshortete Wert am australischen Aktienmarkt. Der Anteil leerverkaufter Aktien liegt bei 15,1 Prozent, wie Medienberichten zufolge in dieser Woche gemeldet wurde. Damit führt der Rüstungstechnologie-Titel weiterhin das entsprechende Ranking an – ein Zeichen dafür, dass viele institutionelle Investoren auf weiter fallende Kurse setzen.

Der Schlusskurs von 1,16 Euro am Dienstag liegt rund 18 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 1,41 Euro. Das unterstreicht, wie stark sich die Stimmung seit der jüngsten Prognosesenkung vor gut einer Woche eingetrübt hat.

Fondsmanager Dave Allen von Plato Investment Management, der selbst eine Short-Position in DroneShield hält, äußerte sich entsprechend skeptisch: Die enttäuschende Jahresprognose werde die Stimmung noch länger belasten, der Kurs könne vor einer nachhaltigen Erholung noch weiter fallen, so seine Einschätzung.

ASIC-Untersuchung wirft weiter Schatten

Parallel zur Short-Seller-Diskussion belastet die im Mai eröffnete Untersuchung der australischen Finanzaufsicht ASIC das Vertrauen der Anleger. Die Behörde prüft das Timing von Unternehmensmitteilungen und damit verbundene Aktientransaktionen. Der Anstieg der Short-Quote von rund 12 Prozent Mitte Juli auf inzwischen über 15 Prozent zeigt, dass die Verunsicherung seit Beginn der Prüfung eher zu- als abgenommen hat.

Für DroneShield ist das eine unangenehme Gemengelage: Auf der einen Seite steht ein Geschäft, das operativ durchaus wächst, auf der anderen eine Aufsichtsbehörde, die Transparenzfragen aufwirft, und Investoren, die genau das zum Anlass für Wetten gegen die Aktie nehmen.

Neue Produkte und Aufträge als Gegengewicht

Operativ hat das Unternehmen zuletzt mehrere Akzente gesetzt. Anfang August brachte DroneShield mit RfRecon ein tragbares Funkaufklärungssystem auf den Markt, das als Flaggschiffprodukt für die nächste Generation der Drohnenabwehr positioniert wird. Bereits Ende Juli war mit RfAI-3 eine neue Generation der Funkerkennungssoftware vorgestellt worden, die unbekannte und sich wandelnde Drohnenbedrohungen zuverlässiger erkennen soll.

Auf der Auftragsseite meldete das Unternehmen einen Vertrag über 23,2 Millionen australische Dollar mit einem europäischen Militärkunden über die Gesellschaft COBBS BELUX BV.

Das Geschäft mit den USA läuft ebenfalls weiter: Im Juni hatte DroneShield einen Vertrag mit der Joint Interagency Task Force 401 des US-Verteidigungsministeriums über bis zu 24,9 Millionen US-Dollar bekanntgegeben, mit einem Startvolumen von 19,3 Millionen Dollar und möglichen Erweiterungsoptionen über fünf Jahre.

Ausblick: Halbjahreszahlen als nächster Prüfstein

Der nächste wichtige Termin für Anleger ist bereits gesetzt: Am 26. August will DroneShield die Halbjahreszahlen zum 30. Juni 2026 veröffentlichen. Nach der Prognosesenkung und der anhaltenden ASIC-Prüfung dürfte der Bericht mit besonderer Aufmerksamkeit gelesen werden – nicht zuletzt von jenen Investoren, die derzeit auf fallende Kurse setzen. Ob die operativen Fortschritte bei Produkten und Aufträgen ausreichen, um das Vertrauen zurückzugewinnen, wird sich an diesem Termin zeigen.

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DroneShield Aktie

1,01 EUR

– 0,04 EUR -3,40 %
KGV
KUV 5,69
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung 1,54 Mrd. AUD
Ø Kursziel 1,99 AUD
ISIN: AU000000DRO2 WKN: A2DMAA

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