DroneShield Aktie: 23,2-Millionen-Auftrag für Europa

DroneShield stellt mit RfRecon ein KI-gestütztes Aufklärungssystem vor und hebt dank gesicherter Aufträge die Umsatzprognose für 2026 an.

Dieter Jaworski ·
Abstrakte Darstellung moderner Sicherheitstechnologie und Luftraumüberwachung in einem europäischen Kontext. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Neues KI-gestütztes Aufklärungssystem vorgestellt
  • Umsatzprognose für 2026 angehoben
  • Großauftrag über 23,2 Millionen Dollar
  • Halbjahreszahlen am 26. August erwartet

DroneShield hat am Montag sein neues Aufklärungssystem RfRecon vorgestellt und positioniert es als künftiges Flaggschiff im Bereich der Drohnenabwehr.

Das Gerät basiert auf der unternehmenseigenen RfAI-3-Architektur und vereint breitbandige Funkfrequenzerfassung, präzise Peilung und KI-gestützte Signalauswertung in einer tragbaren Lösung. Damit erweitert der australische Sicherheitstechnologiekonzern sein Portfolio um ein System, das Kunden im militärischen wie zivilen Sicherheitsbereich adressieren soll.

Globale Kundenansprache soll Umsatz ab zweitem Halbjahr treiben

Nach dem Produktstart hat DroneShield eigenen Angaben zufolge begonnen, qualifizierte Kunden aus Verteidigung, Regierung und Sicherheitsbehörden weltweit anzusprechen. Das Unternehmen rechnet mit ersten Aufträgen und Umsatzbeiträgen aus RfRecon ab der zweiten Jahreshälfte 2026 und geht davon aus, dass sich dieses Geschäft mit wachsender Nachfrage nach Drohnenabwehrsystemen im Zeitverlauf zu einem wesentlichen Erlösträger entwickeln kann.

Auftragsbücher füllen sich, Prognose angehoben

Untermauert wird der Optimismus durch ein Auftragspaket, das DroneShield am 28. Juli bekanntgab: Ein Wiederverkäufer bestellte Ausrüstung im Wert von 23,2 Millionen Dollar für einen europäischen Militärkunden, wovon rund 21 Millionen Dollar in das für das Geschäftsjahr 2026 gesicherte Umsatzvolumen einfließen.

Der Rest entfällt auf künftige Abonnementerlöse. Zum Stichtag 28. Juli summierte sich das für 2026 bereits gesicherte Umsatzvolumen auf 206 Millionen Dollar, davon 13 Prozent wiederkehrend.

Auf Basis dieser gesicherten Erlöse und erwarteter weiterer Aufträge hat DroneShield seine Jahresprognose angepasst: Der Umsatz für 2026 soll zwischen 250 und 270 Millionen Dollar liegen, ein Plus von 15 bis 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die nächste Gelegenheit, den Fortschritt zu überprüfen, bietet sich mit den Halbjahreszahlen zum 30. Juni 2026, die für den 26. August angekündigt sind.

Institutionelle Investoren: kein geradliniges Bild

Parallel zu den operativen Nachrichten bewegen sich große Adressen im Aktionärsregister – allerdings weniger stetig, als es auf den ersten Blick scheint.

Citigroup Global Markets Australia meldete am 5. August eine meldepflichtige Beteiligung von 52.537.753 Aktien beziehungsweise 5,6853 Prozent der Stimmrechte. Die Bank war jedoch bereits Ende Mai aus dem Kreis der meldepflichtigen Aktionäre ausgeschieden und kehrt mit der aktuellen Meldung erst jetzt in diesen Status zurück.

Ein ähnliches Muster zeigt JPMorgan Chase: Die Bank stieg zum 17. Juli mit 47.558.252 Aktien und 5,15 Prozent der Stimmrechte erneut zum meldepflichtigen Anteilseigner auf – nachdem sie diesen Status Anfang Mai zuvor verloren hatte.

Beide Fälle deuten eher auf aktives Ein- und Aussteigen großer Handelshäuser hin als auf eine kontinuierliche Aufstockung. Stetiger verlief die Entwicklung bei FMR LLC: Der Vermögensverwalter erhöhte seine Stimmrechte zwischen März und Juli von 8,84 auf 9,93 Prozent, ohne zwischenzeitlich unter die Meldeschwelle zu fallen.

Analysten uneins, Kurs unter Druck

Auch bei den Analysten gehen die Meinungen auseinander. Bell Potter bekräftigte am 28. Juli seine Kaufempfehlung, senkte das Kursziel jedoch auf 2,50 australische Dollar. Jefferies schlug am selben Tag den entgegengesetzten Weg ein, stufte die Aktie auf Underperform herab und kappte das Kursziel auf 2,05 australische Dollar.

An der Börse kam die Nachrichtenlage zuletzt nicht gut an: Am Montag schloss die Aktie bei 1,33 Euro, ein Rückgang um 2,89 Prozent zum Vortag. Seit Jahresbeginn steht damit ein Minus von 26,33 Prozent zu Buche.

Der Produktstart von RfRecon allein konnte die Stimmung bislang nicht drehen – Anleger dürften nun auf die Halbjahreszahlen am 26. August warten, um zu sehen, ob sich die avisierten Umsatzsprünge auch in konkreten neuen Aufträgen niederschlagen.

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DroneShield Aktie

1,04 EUR

– 0,00 EUR -0,10 %
KGV
KUV 5,98
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung 1,57 Mrd. AUD
Ø Kursziel 2,59 AUD
ISIN: AU000000DRO2 WKN: A2DMAA

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