DroneShield Aktie: 24,9-Millionen-Auftrag aus den USA

Trotz eines 24,9-Millionen-Dollar-Auftrags und Software-Updates fällt die DroneShield-Aktie weiter und notiert deutlich unter ihren Durchschnittswerten.

Eduard Altmann ·
DroneShield Aktie

Kurz zusammengefasst

  • 24,9-Millionen-Dollar-Auftrag von US-Behörde
  • Aktie verliert über 7 Prozent an einem Tag
  • Neues Software-Update ohne Hardware-Nachrüstung
  • Produktion in Europa angelaufen

DroneShield liefert Millionen-Aufträge und neue Software ab. Die Aktie fällt trotzdem weiter. Diese Diskrepanz zwischen operativem Fortschritt und Kursentwicklung treibt derzeit Anleger im Anti-Drohnen-Sektor um.

Am Freitag schloss die Aktie bei 1,30 Euro. Das ist ein Minus von 7,18 Prozent an einem einzigen Tag. Auf Wochensicht steht ein Rückgang von 10,34 Prozent zu Buche, über 30 Tage sind es sogar 23,89 Prozent.

Ein 24,9-Millionen-Dollar-Auftrag aus den USA

DroneShield hat einen bedeutenden Vertrag mit der US Joint Interagency Task Force 401 gesichert. Der Auftrag hat ein Volumen von 24,9 Millionen US-Dollar. Er umfasst mobile und stationäre Systeme zur Drohnenabwehr, dazu Hardware, Abonnements, Garantien und Serviceleistungen.

Die Auslieferung erstreckt sich über die Jahre 2026 und 2027. Mindestens 10 Millionen US-Dollar aus dem Auftrag will DroneShield noch im laufenden Geschäftsjahr als Umsatz verbuchen. Der Rest fließt ins Jahr 2027.

Parallel zum Großauftrag hat das Unternehmen sein Software-Update für das dritte Quartal 2026 veröffentlicht. Die Version verbessert die Funkerkennung, die Trackinggeschwindigkeit und die Ortungsgenauigkeit bestehender Systeme. Wichtig dabei: Kunden brauchen keine neue Hardware. Die Updates verlängern einfach den Nutzwert bereits installierter Anlagen.

Zusätzlich hat DroneShield seine Fertigung in Europa ausgebaut. Die erste in Europa produzierte Counter-UAS-Einheit hat die Produktionslinie bereits verlassen. Das Unternehmen will damit die Versorgungssicherheit und die technologische Eigenständigkeit auf dem Kontinent stärken.

Der Kurs bleibt unter Druck

Trotz der operativen Fortschritte bleibt der Kurs schwach. Die Aktie notiert derzeit rund 64 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 3,65 Euro vom Oktober 2025. Zum Jahrestief von 0,823 Euro aus dem November 2025 besteht dagegen noch ein Polster von knapp 58 Prozent.

Auch die technischen Indikatoren zeichnen ein angespanntes Bild. Die Aktie liegt unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 1,69 Euro und unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 1,94 Euro. Das deutet auf einen negativen kurz- bis mittelfristigen Trend hin.

Analysten verweisen neben dem operativen Fortschritt auch auf offene Risikopunkte. Dazu zählen Fragen zur Finanzierung, ein relativ neu besetzter Vorstand sowie eine laufende Offenlegungsprüfung durch die australische Aufsichtsbehörde ASIC. Diese Punkte dürften mitentscheidend dafür sein, warum der Markt trotz des Milliardenauftrags und der technologischen Fortschritte bislang zurückhaltend reagiert.

Der globale Markt für UAV-Störsender bietet indes weiterhin Rückenwind. Er wurde 2025 mit 1,1 Milliarden US-Dollar bewertet und soll bis 2035 auf 3,3 Milliarden US-Dollar wachsen. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 11,8 Prozent zwischen 2026 und 2035.

Für DroneShield bleibt die Aufgabe klar umrissen: Die operativen Erfolge müssen sich in den kommenden Quartalen in konkreten Umsätzen niederschlagen. Mit mindestens 10 Millionen US-Dollar aus dem JIATF-401-Auftrag allein für 2026 hat das Unternehmen dafür bereits einen ersten Baustein gelegt.

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DroneShield Aktie

1,28 EUR

– 0,06 EUR -4,22 %
KGV
KUV 9,29
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung 2,01 Mrd. EUR
Ø Kursziel 2,70 AUD
ISIN: AU000000DRO2 WKN: A2DMAA

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