DroneShield Aktie: 730-Millionen-Projekt entscheidet im H2

Trotz Umsatzplus von 121% und voller Auftragsbücher leidet DroneShield unter einem Insider-Skandal und dem Rückzug von Großinvestoren.

Redaktion Stock-World ·
Eine moderne Drohne fliegt über eine Wüstenlandschaft mit einem großen Bauprojekt im Hintergrund bei Sonnenuntergang. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Umsatzsprung um 121 Prozent
  • Insider-Skandal überschattet Erfolge
  • Großinvestoren wie JPMorgan ziehen sich zurück
  • Analysten uneins über Aktienpotenzial

Starke operative Erfolge treffen auf tiefe Skepsis am Markt. DroneShield sichert aktuell den Luftraum über Kansas City während der Fußball-Weltmeisterschaft. Parallel dazu stürzt der Aktienkurs ab. Ein ungelöster Insider-Skandal überschattet die Rekordaufträge des Unternehmens.

In Kansas City liefert das australische Unternehmen die zentrale Technologie zur Drohnenabwehr. Das System bleibt auch nach dem Turnier als städtische Infrastruktur bestehen. Damit sichert sich DroneShield langfristige wiederkehrende Einnahmen.

Im ersten Quartal kletterte der Umsatz um 121 Prozent auf 74,1 Millionen Australische Dollar. Der operative Cashflow drehte deutlich ins Plus. Das Unternehmen sitzt auf dreistelligen Millionen-Barreserven und ist komplett schuldenfrei.

Die Auftragsbücher sind prall gefüllt. DroneShield listet aktuell 312 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 2,2 Milliarden Dollar. Um die Nachfrage zu bedienen, baut das Management die Produktionskapazitäten massiv aus. Ferner treibt der Vorstand den Umbau vom reinen Hardware-Verkäufer zum Software-Anbieter voran.

Flucht der Großinvestoren

An der Börse spiegelt sich dieses Wachstum nicht wider. Die Aktie schloss am Freitag bei 1,66 Euro. Damit notiert das Papier gut 54 Prozent unter seinem Jahreshoch. Seit Januar summiert sich das Minus auf rund 16 Prozent.

Der Grund für die Zurückhaltung ist eine laufende Untersuchung der australischen Aufsichtsbehörde ASIC. Im Zentrum stehen Vorgänge aus dem vergangenen November. Damals verkauften drei Top-Manager ihre kompletten Aktienpakete. Kurz darauf musste das Unternehmen eine fehlerhafte Auftragsmeldung hastig zurückziehen.

Die Unsicherheit treibt institutionelle Anleger in die Flucht. JPMorgan, Citigroup und BlackRock zogen sich im Mai und Juni vollständig zurück. Auf der Hauptversammlung verweigerten die Aktionäre zudem dem Vergütungsbericht die Zustimmung. Ein klares Warnsignal an den Vorstand.

Analysten uneins über weiteres Potenzial

Die Expertenmeinungen gehen weit auseinander. Jefferies stufte die Aktie auf „Underperform“ ab. Die Analysten kritisieren mangelnde Transparenz bei der Auftragspipeline und kappten das Kursziel auf 2,80 Dollar.

Bell Potter rät hingegen weiter zum Kauf. Die Experten sehen ein Ziel von 4,80 Dollar und verweisen auf die starke Kassenlage. Ord Minnett rechnet eher mit einer Konsolidierungsphase nach dem rasanten Wachstum.

Am 26. August präsentiert DroneShield die Halbjahreszahlen. Dann muss das Management beweisen, dass die ehrgeizigen Umsatzziele erreichbar bleiben. Im zweiten Halbjahr steht zudem die Entscheidung über ein gigantisches Einzelprojekt an. Dieser Auftrag hat ein Volumen von 730 Millionen Dollar. Fällt die Entscheidung positiv aus, untermauert das die operative Stärke. Bis die Aufsichtsbehörde ihre Untersuchung abschließt, bleibt der regulatorische Druck jedoch bestehen.

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DroneShield Aktie

1,03 EUR

– 0,01 EUR -0,87 %
KGV
KUV 5,95
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung 1,59 Mrd. AUD
Ø Kursziel 1,99 AUD
ISIN: AU000000DRO2 WKN: A2DMAA

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