DroneShield Aktie: Erster RfRecon-Auftrag eingegangen

DroneShield steigert gesicherte Erlöse für 2026 auf 251 Millionen australische Dollar, während Verluste und Kursdruck bestehen bleiben.

Redaktion Stock-World ·
Hochmoderne Sensortechnik für die Drohnenabwehr in einer technologisch anmutenden, atmosphärischen Umgebung. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Rebecca Lowde übernimmt Finanzressort
  • Erster RfRecon-Auftrag aus Westeuropa
  • Gesicherte 2026-Erlöse bei 251 Millionen
  • Aktie seit Jahresbeginn 42 Prozent schwächer

DroneShield hat Rebecca Lowde zur neuen Finanzchefin berufen. Sie tritt die Nachfolge von Carla Balanco zum 2. November an und übernimmt das Ruder in einer Phase, in der der Konzern trotz Kursschwäche operativ deutlich zulegt.

Parallel zur Personalie meldete das Unternehmen einen wichtigen kommerziellen Fortschritt: Für das neu eingeführte, KI-gestützte Gerät RfRecon liegt der erste Auftrag vor. Ausgeliefert wird an einen bestehenden westeuropäischen Militärkunden, die Lieferung ist bis Ende 2026 vorgesehen. Das Management wertet die Bestellung als Bestätigung für die nächste Generation seiner Anti-Drohnen-Produkte.

Auftragsbestand nähert sich Prognosekorridor

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 bezifferte DroneShield die gesicherten Umsätze inzwischen auf 251 Millionen australische Dollar – ein Anstieg gegenüber den zuvor gemeldeten 240 Millionen australische Dollar Ende August. Damit bewegt sich das Unternehmen innerhalb der eigenen Prognosespanne von 250 bis 270 Millionen australische Dollar für 2026. Für die Zeit ab 2027 stehen bereits weitere 46 Millionen australische Dollar an gesicherten Erlösen in den Büchern.

Diese Entwicklung fügt sich in ein Bild, das die am vergangenen Dienstag vorgelegten Halbjahreszahlen gezeichnet hatten: Der Umsatz war um 74 Prozent auf 125,8 Millionen australische Dollar gestiegen, die wiederkehrenden Erlöse hatten sich mehr als verdreifacht.

Unter dem Strich stand dennoch ein operativer Verlust auf EBITDA-Basis sowie ein Nettoverlust von 32,2 Millionen australische Dollar – ein Hinweis darauf, dass das Wachstum derzeit noch mit hohen Investitionskosten erkauft wird.

Politisches Umfeld liefert Rückenwind

Die geschäftliche Dynamik trifft auf ein Marktumfeld, das dem Sektor zusätzlichen Schub geben könnte. Reuters berichtete, Deutschland plane ein umfassendes Maßnahmenpaket gegen Sabotage, das Abwehrmechanismen gegen Drohnenangriffe, Cyberattacken und weitere Sabotageformen stärken soll.

Auslöser war ein Drohnenvorfall an einem Flughafen. Für Anbieter von Anti-Drohnen-Technologie wie DroneShield könnte ein solches Programm mittelfristig neue Nachfrageimpulse setzen, auch wenn sich daraus noch keine konkreten Aufträge für das Unternehmen ableiten lassen.

Aktie bleibt unter Druck

An der Börse hat sich die operative Dynamik bislang nicht in einer Kurserholung niedergeschlagen. Das Papier schloss am Donnerstag bei 1,05 Euro, nach einem Minus von 42 Prozent seit Jahresbeginn.

Zum Vergleich: Das 52-Wochen-Hoch von 3,79 Euro liegt bereits einige Wochen zurück. Die Distanz zwischen operativer Wachstumsstory und Kursverlauf dürfte Anlegern verdeutlichen, dass der Markt derzeit stärker auf die Verlustzahlen als auf die Auftragslage blickt.

Zudem gilt die Aktie Berichten zufolge als eine der am stärksten leerverkauften Titel am australischen Aktienmarkt – ein Faktor, der die Volatilität in beide Richtungen verstärken kann, sollte sich das Sentiment drehen. Mit der neuen CFO und dem ersten RfRecon-Auftrag hat DroneShield nun zwei operative Ankerpunkte gesetzt, an denen sich die weitere Entwicklung in den kommenden Monaten messen lassen muss.

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DroneShield Aktie

0,92 EUR

– 0,00 EUR -0,41 %
KGV —
KUV 5,55
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite —
Marktkapitalisierung 1,50 Mrd. AUD
Ø Kursziel 1,96 AUD
ISIN: AU000000DRO2 WKN: A2DMAA

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