DroneShield Aktie: Konteradmiral Goddard ab 1. Juli
DroneShield beruft Ex-Konteradmiral Lee Goddard in den Aufsichtsrat. Die Aktie leidet unter Börsenskepsis und einer ASIC-Untersuchung.

Kurz zusammengefasst
- Pensionierter Konteradmiral verstärkt das Gremium
- Fokus auf staatliche Großaufträge und Netzwerke
- Aktienkurs fällt auf 1,62 Euro zurück
- EU-Produktion für europäische Förderprogramme gestartet
DroneShield holt sich ein militärisches Schwergewicht in den Verwaltungsrat. Ab dem 1. Juli 2026 zieht der pensionierte Konteradmiral Lee Goddard in das Gremium ein. Der Spezialist für Drohnenabwehr braucht diese Expertise dringend. Denn operativ läuft es rund, aber an der Börse herrscht Skepsis.
Fokus auf Regierungsaufträge
Goddard bringt über drei Jahrzehnte Erfahrung aus der australischen Marine mit. Zuletzt bekleidete er strategische Toppositionen in der Regierung. Aktuell sitzt er bereits in den Kontrollgremien von Austal und Southern Launch.
Ein wertvolles Netzwerk. DroneShield zielt auf immer größere staatliche Beschaffungsprogramme ab. Eine prall gefüllte Vertriebspipeline von 1,2 Milliarden Euro wartet auf den Abschluss.
Druck auf den Aktienkurs
An der Börse verpufft die Personalie vorerst. Die Aktie rutschte am Montag auf 1,62 Euro ab. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 18 Prozent auf der Anzeigetafel. Der Kurs notiert damit weit unter seinem 200-Tage-Durchschnitt.
Ein Hauptgrund für die Schwäche ist die australische Aufsichtsbehörde ASIC. Sie untersucht derzeit Marktmeldungen und Handelsaktivitäten aus dem späten Jahr 2025. Das Unternehmen kooperiert zwar vollumfänglich. Die laufende Untersuchung drückt dennoch spürbar auf die Stimmung der Investoren.
Expansion in Europa
Operativ treibt das Management die internationale Expansion voran. Auf der Rüstungsmesse Eurosatory in Paris verkündete DroneShield eine Partnerschaft mit dem niederländischen Mobilitätsspezialisten Defenture. Gemeinsam integrieren sie elektronische Kampfführung in taktische Militärfahrzeuge.
Parallel dazu meldet das Unternehmen einen wichtigen Meilenstein in Europa. Die ersten Drohnenabwehr-Einheiten aus EU-Produktion sind fertiggestellt. Mit dieser lokalen Lieferkette will sich DroneShield für europäische Förderprogramme qualifizieren. Die Kombination aus regionaler Fertigung und Goddards Netzwerk soll nun die laufenden Pilotprojekte in mehrjährige Verträge verwandeln.
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