DroneShield Aktie: Lowde wird neue CFO
Rebecca Lowde wird im November DroneShields Finanzchefin. Zugleich stehen 251 Millionen Dollar Umsatz und weitere Aufträge im Fokus.

Kurz zusammengefasst
- Rebecca Lowde startet im November
- Carla Balanco verlässt DroneShield
- RfRecon-Auftrag aus Westeuropa erhalten
- 251 Millionen Dollar Umsatz bestätigt
Rebecca Lowde übernimmt zum 2. November 2026 den Posten der Finanzchefin bei DroneShield. Sie folgt auf Carla Balanco, die das Unternehmen nach acht Jahren verlässt. Für die Aktie, die zuletzt bei 1,04 Euro notierte, ist es nach der Berufung am vergangenen Donnerstag der zweite personelle Aufhänger binnen kurzer Zeit – diesmal aber mit einem bemerkenswerten Lebenslauf im Gepäck.
Lowde war zuletzt CFO bei MYOB, dem von KKR kontrollierten australischen Softwarekonzern. Davor verantwortete sie als CFO und Chief People Officer bei Afterpay eine Kapitalerhöhung über 1,5 Milliarden Dollar sowie die 39 Milliarden Dollar schwere Übernahme durch Block.
Für einen Konzern wie DroneShield, der von einem Nischenanbieter zu einem international gefragten Rüstungszulieferer wächst, ist das eine Referenz mit Signalwirkung: Finanzmanagement auf Konzernebene, Erfahrung mit komplexen Kapitalmarkttransaktionen und mit Übernahmeprozessen.
Auftragslage bleibt der eigentliche Werttreiber
Während der Personalwechsel für Schlagzeilen sorgt, läuft im operativen Geschäft die Auftragsmaschine weiter. DroneShield hat eine erste Bestellung seines RfRecon-Systems von einem westeuropäischen Militärkunden erhalten, die Lieferung ist bis Ende 2026 vorgesehen.
Für ein Unternehmen, das sein Portfolio kontinuierlich erweitert, ist das ein weiterer Beleg dafür, dass die Nachfrage nach Counter-UAS-Technologie nicht nachlässt – auch wenn die Konkurrenz im Markt für Drohnenabwehr wächst.
Für das laufende Geschäftsjahr bestätigt DroneShield eine Committed Revenue von 251 Millionen Dollar, bei einer Prognosespanne von 250 bis 270 Millionen Dollar. Für die Periode ab 2027 sind bereits 46 Millionen Dollar an Aufträgen gesichert.
Diese Zahlen bilden das Fundament, auf dem Anleger die aktuelle Kursschwäche einordnen müssen: Das operative Geschäft wächst, doch der Markt bewertet die Aktie derzeit deutlich vorsichtiger als noch vor rund einem Jahr.
Kursreaktion fällt verhalten aus
Die Aktie reagierte auf die Personalie bislang kaum – seit der Ankündigung am Donnerstag steht ein Minus von 1,1 Prozent zu Buche. Das passt zum Bild eines Marktes, der Führungswechsel im Finanzressort derzeit eher nüchtern verarbeitet, solange die operativen Kennzahlen wie zuletzt bestätigt bleiben. Investoren dürften stattdessen genauer auf die Umsetzung der bestehenden Aufträge und mögliche neue Vertragsabschlüsse schauen.
Der Wechsel an der Finanzspitze fällt in eine Phase, in der DroneShield sein internationales Kundenportfolio ausbaut. Mit einer CFO, die bereits milliardenschwere Transaktionen und Kapitalerhöhungen begleitet hat, positioniert sich das Unternehmen für mögliche künftige Finanzierungsrunden oder strategische Schritte – ein Aspekt, der in der Bewertung der kommenden Monate an Bedeutung gewinnen dürfte, sollte DroneShield sein Wachstumstempo beibehalten wollen.
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