DroneShield Aktie: Militär-Admiral verstärkt Aufsichtsrat
DroneShield erhält 23,2 Millionen australische Dollar aus Europa, erweitert den Aufsichtsrat und meldet trotz Kursverlusten solide operative Kennzahlen.

Kurz zusammengefasst
- Militärexperte Lee Goddard verstärkt Aufsichtsrat
- Europa-Vertrag über 23,2 Millionen AUD
- Gesicherter Umsatz erreicht 240,4 Millionen AUD
- Aktie verliert binnen 30 Tagen 23 Prozent
Während die DroneShield-Aktie seit den Halbjahreszahlen vor einer Woche kaum vom Fleck kommt, rücken zwei Personalie und ein Auftrag in den Blick, die im Trubel um Insiderverkäufe und Verlustzahlen zuletzt untergingen: Der Hersteller von Anti-Drohnen-Technologie hat seinen Aufsichtsrat verstärkt und einen zweistelligen Millionenauftrag aus Europa eingesammelt.
Neuer Non-Executive Director mit Militärhintergrund
Zum 1. Juli ist Rear Admiral Lee Goddard CSC als unabhängiges nicht geschäftsführendes Vorstandsmitglied bei DroneShield eingetreten. Die Personalie fällt in eine Phase, in der das Unternehmen nach eigenen Angaben stärker auf Transparenz gegenüber dem Markt setzt, um institutionelle Investoren zu gewinnen – eine Reaktion, die auch mit Blick auf den heftigen Kursrutsch nach den Insiderverkäufen der Führungsebene vor über einem Monat zu verstehen ist. Seither hat das Papier gut die Hälfte an Wert verloren.
Auftrag aus Europa und neue Detektionstechnologie
Ende Juli sicherte sich DroneShield über den Vertriebspartner COBBS BELUX BV einen Vertrag mit einem europäischen Militärkunden im Volumen von 23,2 Millionen australischen Dollar.
Der Auftrag reiht sich ein in eine Serie von Vertragsabschlüssen, die zum gemeldeten gesicherten Umsatz von 240,4 Millionen australischen Dollar beigetragen haben – ein Wert, den das Unternehmen bereits Ende August kommuniziert hatte.
Parallel dazu hatte DroneShield im Juli mit RfAI-3 eine neue Generation seiner Radiofrequenz-Erkennungssoftware vorgestellt, die laut Unternehmensangaben auch unbekannte und sich wandelnde Drohnenbedrohungen identifizieren kann.
Die Einführung des dazugehörigen Hardware-Flaggschiffs RfRecon Anfang August liegt inzwischen ebenfalls über einen Monat zurück – seither hat die Aktie rund 28,6 Prozent verloren.
Kursbild bleibt angeschlagen
Am heutigen Freitag notiert die Aktie bei 1,07 Euro und legt damit 2,3 Prozent zu, nachdem sie am Donnerstag noch bei 1,05 Euro geschlossen hatte. Der Ausschlag ändert wenig am Gesamtbild: Seit den Halbjahreszahlen vom vergangenen Mittwoch bewegt sich der Kurs kaum, minus 0,9 Prozent lautet die Bilanz dieser Woche.
Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von 23 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn hat sich der Kurswert nahezu halbiert. Zum 52-Wochen-Hoch von 3,79 Euro, erreicht am 1. Oktober, klafft mittlerweile eine Lücke von 72 Prozent.
Die operative Substanz des Unternehmens steht damit in einem auffälligen Kontrast zur Kursentwicklung. Der wiederkehrende Umsatz aus softwaregestützten Systemen wuchs auf 11,5 Millionen australische Dollar und macht inzwischen 9,2 Prozent der Gesamterlöse aus, bei 4.100 im Einsatz befindlichen Geräten weltweit.
Die Bilanz weist zudem 180 Millionen australische Dollar an Barmitteln und Termineinlagen aus, bei fehlender Verschuldung. Anleger honorieren diese Fundamentaldaten derzeit jedoch kaum – die Skepsis gegenüber der Profitabilität in der laufenden Investitionsphase überwiegt offenbar die Wachstumsgeschichte aus Aufträgen, neuer Technologie und personeller Verstärkung im Aufsichtsrat.
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