DroneShield Aktie: Mission Ready Services startet weltweit
Der dreijährige US-Vertrag garantiert keinen Umsatz; Erlöse entstehen erst durch konkrete Behördenaufträge. Weltweit startete DroneShield ein Service-Abonnement.
Kurz zusammengefasst
- US-Rahmenvertrag mit 500 Millionen Dollar Höchstwert
- Zehn Anbieter teilen 4,15 Milliarden Dollar
- Rund 50 Millionen Dollar bereits gebunden
- Weltweiter Start des jährlichen Servicemodells
Ein Beschaffungsrahmen des US-Militärs sorgt für kräftigen Rückenwind beim Drohnenabwehrspezialisten DroneShield. Das Unternehmen sicherte sich einen dreijährigen Rahmenvertrag der Task Force JIATF-401 mit einem Maximalwert von 500 Millionen US-Dollar. Im heutigen Handel kletterte das Papier um 5,9 Prozent auf 1,04 Euro.
Zehn Anbieter teilen sich Milliardenrahmen
Die Vereinbarung ist Teil der US-Initiative Domestic Shield zum Schutz von Verteidigungsinfrastruktur und priorisierten Liegenschaften. Insgesamt vergab die Task Force zehn Rahmenverträge mit einer Obergrenze von zusammen 4,15 Milliarden US-Dollar.
Neben DroneShield erhielten unter anderem RADA Technologies und Digital Force Technologies Verträge mit identischem Höchstvolumen. Zum Zeitpunkt der Vergabe waren programmweit rund 50 Millionen US-Dollar gebunden.
Der Vertrag ist als sogenannter IDIQ-Rahmen strukturiert, was für unbestimmte Liefermengen und Lieferzeitpunkte steht. Damit garantiert die Summe von 500 Millionen US-Dollar keinen festen Umsatz. Einnahmen entstehen erst, wenn konkrete Einzelaufträge durch die Behörden erteilt werden. DroneShield muss sich für künftige Mittelabrufe jeweils gegen die weiteren Rahmenvertragspartner durchsetzen.
Die Aufnahme in den Beschaffungskanal folgt auf frühere Lieferungen. DroneShield hatte bereits mobile Drohnenabwehrsysteme vom Typ DroneSentry-X Mk2 an die JIATF-401 geliefert, deren Abnahme auf Infantry Squad Vehicles vor rund zwei Wochen gemeldet wurde. Diese Technik ist nun im Beschaffungskatalog der Task Force gelistet. Das Angebot umfasst Funkfrequenzerkennung, elektronische Gegenmaßnahmen sowie Software zur Einsatzführung.
Neues Service-Abonnement gestartet
Parallel zum US-Vertrag baut das Unternehmen sein Geschäftsmodell mit wiederkehrenden Erlösen aus. Weltweit startete das jährliche Servicemodell Mission Ready Services. Das Angebot bündelt Softwareaktualisierungen, Sicherheitsupdates, E-Learning und technischen Kundendienst.
Bestehende Software-Kunden werden bei anstehenden Vertragsverlängerungen in das neue Modell überführt. Nach Unternehmensangaben befinden sich global mehr als 4.100 softwarefähige Geräte im Einsatz.
Trotz des jüngsten Kurssprungs bleibt die Aktie charttechnisch gefordert. Mit einem Abschlag von 72 Prozent zum 52-Wochen-Hoch spiegelt die Notierung die vorangegangene Konsolidierungsphase wider. Der Erfolg des Unternehmens wird sich daran messen lassen, wie zügig die ersten bindenden Lieferabrufe aus dem US-Milliardenprogramm eintreffen.
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