DroneShield Aktie: Produktion wird verfünffacht

Der Drohnenabwehr-Spezialist DroneShield steigert seine Produktionskapazität massiv und baut sein Softwaregeschäft aus, um wiederkehrende Einnahmen zu generieren. Analysten sehen Chancen, mahnen aber zur fehlerfreien Umsetzung.

Dieter Jaworski ·
DroneShield Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Massiver Ausbau der Produktionskapazitäten geplant
  • Strategischer Fokus auf Software-as-a-Service-Modelle
  • Volle Auftragsbücher mit Milliarden-Pipeline
  • Erstmals Jahresnettogewinn im Geschäftsjahr 2025

Die Hoffnung auf eine schnelle Deeskalation im Nahen Osten hatte den Kurs des Drohnenabwehr-Spezialisten zuletzt belastet. Mit der iranischen Ablehnung eines US-Waffenstillstandsvorschlags drehte die Stimmung an der Börse nun abrupt wieder. Abseits dieser geopolitischen Schwankungen treibt das Management im Hintergrund einen massiven Kapazitätsausbau und den strategischen Umbau zum Softwareanbieter voran.

Vom Hardware-Produzenten zum Software-Ökosystem

Um die Abhängigkeit von unregelmäßigen Hardware-Aufträgen zu verringern, forciert das Unternehmen den Ausbau seines Software-Geschäfts. Ein aktuelles Beispiel ist die Technologiepartnerschaft mit dem britischen Sensorexperten OpenWorks Engineering. Dessen optische Sensortechnologie wird künftig in die zentrale Steuerungssoftware DroneSentry-C2 integriert. Solche Software-as-a-Service-Modelle (SaaS) versprechen höhere Margen und wiederkehrende Einnahmen. Bis 2030 soll dieser Bereich mehr als 30 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen.

Volle Auftragsbücher erfordern Ausbau

Operativ steht das Unternehmen auf einem soliden Fundament. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 meldete DroneShield bei einem Umsatz von 216,5 Millionen Australischen Dollar (AUD) erstmals einen Jahresnettogewinn von 3,5 Millionen AUD. Die operative Dynamik spiegelt sich auch in der langfristigen Kursentwicklung wider. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet das Papier bei einem aktuellen Kurs von 2,52 Euro ein Plus von beachtlichen 342 Prozent.

Die Dimensionen des weiteren Wachstums zeigen sich in den aktuellen Zielen:
– Feste Bestellungen für 2026: 104 Millionen AUD
– Größter Einzelposten: Europäischer Militärauftrag über knapp 50 Millionen AUD
– Geplante Produktionskapazität bis Ende 2026: 2,4 Milliarden AUD jährlich

Ein zentraler Baustein dieser angestrebten Verfünffachung der Kapazitäten ist der Aufbau einer europäischen Fertigungslinie bis Mitte 2026. Das Unternehmen reagiert damit auf eine globale Projektpipeline, die mittlerweile ein Volumen von 2,3 Milliarden AUD umfasst und sich über 50 Länder erstreckt.

Analysten mahnen zur fehlerfreien Umsetzung

Marktbeobachter blicken mehrheitlich positiv auf die Entwicklung, weisen aber auf die Herausforderungen des rasanten Wachstums hin. Das Investmenthaus Jefferies nahm die Bewertung kürzlich mit einem „Hold“-Rating auf. Die Analysten sehen die enormen Pipeline-Chancen in einer Balance mit den operativen Ausführungsrisiken bei der Abarbeitung der Großaufträge. Konkrete Belege für die reibungslose Umsetzung liefert das Unternehmen in den kommenden Wochen, wenn die Auslieferungszahlen für das erste Quartal 2026 sowie die anstehenden Zahlungseingänge veröffentlicht werden.

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DroneShield Aktie

1,29 EUR

– 0,11 EUR -7,96 %
KGV 0,00
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 2,23 Mrd. EUR
ISIN: AU000000DRO2 WKN: A2DMAA

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