DroneShield Aktie: RfRecon-Launch für H2 2026

DroneShield stellt mit RfRecon eine neue Funkaufklärungsplattform vor und bestätigt den fest gebuchten Umsatz für 2026 bei 206 Mio. AUD.

Andreas Sommer ·
DroneShield Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Neue Plattform RfRecon vorgestellt
  • Umsatzprognose für 2026 bestätigt
  • Halbjahreszahlen am 26. August
  • ASIC-Untersuchung belastet Aktie

DroneShield hat auf der Canaccord-Genuity-Wachstumskonferenz am Dienstag ein neues Produkt in den Mittelpunkt gerückt: RfRecon, eine portable Plattform zur Funkaufklärung, die künftig als Flaggschiff im Gegendrohnen-Portfolio dienen soll.

Nach Unternehmensangaben richtet sich das System an Verteidigungs-, Regierungs- und Sicherheitskunden und könnte im zweiten Halbjahr 2026 spürbar zum Umsatz beitragen. Damit rückt neben der bereits bekannten Prognoseanhebung ein zweiter Wachstumstreiber in den Fokus, der über das laufende Jahr hinausweist.

Auf derselben Konferenz bestätigte das Unternehmen, dass der bis zum 28. Juli fest gebundene Umsatz für das Geschäftsjahr 2026 bei 206 Millionen australischen Dollar liegt. Die Jahresprognose von 250 bis 270 Millionen australischen Dollar blieb unverändert.

Für das erste Halbjahr 2026 nannte DroneShield einen Umsatz von 125,8 Millionen australischen Dollar. Diese Zahlen sollen am 26. August im Halbjahresbericht bestätigt werden, der auch Aufschluss über die Margenentwicklung geben dürfte.

RfAI-3 und RfRecon als technologische Antwort

Ergänzend zu RfRecon hatte DroneShield bereits am 28. Juli die dritte Generation seiner Funkerkennungs-Engine RfAI-3 vorgestellt. Beide Produkte sollen die technologische Basis für das zweite Halbjahr bilden, während die Auftragslage in Europa mit dem vor rund zwei Wochen gemeldeten Vertrag über 23,2 Millionen australischen Dollar für einen europäischen Militärkunden bereits an Fahrt gewonnen hatte. Das kommerzielle Momentum außerhalb Australiens gewinnt damit an Bedeutung für die Wachstumsstory des Unternehmens.

Kurs bleibt unter Druck, Governance-Fragen ungeklärt

Der Aktienkurs spiegelt diese Nachrichtenlage bislang kaum. Am Freitag schloss das Papier bei 1,21 Euro, ein Minus von 2,5 Prozent auf Tagesbasis. Auf Wochensicht steht ein Rückgang von 12 Prozent zu Buche, binnen 30 Tagen sind es 15 Prozent.

Der Kurs notiert damit rund 34 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 1,82 Euro – ein Zeichen dafür, dass operative Fortschritte den Titel derzeit nicht tragen.

Belastend wirkt weiterhin die aufsichtsrechtliche Unsicherheit: Die australische Finanzmarktaufsicht ASIC hatte Anfang August um Mithilfe bei einer Untersuchung von ASX-Meldungen und Handelsaktivitäten rund um die Aktie im November 2025 gebeten.

Wie das Verfahren ausgeht und welche Konsequenzen es haben könnte, ist offen. Medienberichten zufolge hatte der Kurs vor rund einer Woche zwischenzeitlich um 7,1 Prozent zugelegt, nachdem Personalveränderungen im Management die Governance-Bedenken kurzzeitig in den Hintergrund gedrängt hatten.

Institutionelle Investoren bleiben engagiert

Trotz der Kursschwäche zeigen große Adressen weiter Interesse. JPMorgan Chase hatte seine Beteiligung Anfang August aufgestockt, Citigroup meldete am selben Tag eine Beteiligung von über 5 Prozent. Beide Meldungen fielen in eine Phase erhöhter Volatilität – die 30-Tage-Volatilität liegt derzeit annualisiert bei 74 Prozent, was das Ausmaß der Kursschwankungen unterstreicht.

Für Anleger bleibt die Ausgangslage gespalten: Operativ liefert DroneShield mit RfRecon, RfAI-3 und der bestätigten Umsatzprognose Argumente für die Wachstumsstory. Der Halbjahresbericht am 26. August dürfte zeigen, ob sich diese Substanz auch in der Marge niederschlägt – und ob institutionelle Käufe ausreichen, um das durch die ASIC-Untersuchung belastete Vertrauen zurückzugewinnen.

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DroneShield Aktie

1,22 EUR

– 0,02 EUR -1,29 %
KGV
KUV 9,29
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung 1,81 Mrd. EUR
Ø Kursziel 2,70 AUD
ISIN: AU000000DRO2 WKN: A2DMAA

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