DroneShield Aktie: RfRecon mit sechsmal mehr Abdeckung

DroneShield stellt mit RfRecon ein tragbares Analysegerät für Funkfrequenzen vor. Erste Erlöse werden in der zweiten Jahreshälfte 2026 erwartet.

Andreas Sommer ·
DroneShield Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Neues Handgerät RfRecon vorgestellt
  • Sechsfach höhere Spektrumsabdeckung
  • Erste Aufträge ab H2 2026 erwartet
  • Umsatzprognose gesenkt, Marge sinkt

DroneShield hat am Dienstag mit RfRecon ein neues Produkt vorgestellt: ein tragbares Handgerät, das Funkfrequenzaktivität auf dem Schlachtfeld erkennt und in Echtzeit auswertet. Das Unternehmen hat bereits begonnen, qualifizierte Kunden aus Verteidigung, Regierung und Sicherheitsbehörden weltweit anzusprechen. Erste Aufträge und Umsatzbeiträge erwartet DroneShield ab der zweiten Jahreshälfte 2026.

Deutlich mehr Leistung als bisherige Modelle

Nach Angaben des Unternehmens bietet RfRecon rund sechsmal mehr Funkfrequenz-Spektrumsabdeckung und viermal höhere Rechenleistung für KI-Anwendungen als vorherige Geräte. Hinzu kommen deutlich größere Speicherkapazitäten.

Zu den neuen Fähigkeiten zählen Peilung, die Erkennung von Bluetooth- und WLAN-Signalen, Remote-ID-Auswertung, AIS/ADS-B-Erkennung, integriertes GNSS sowie hardwarebasierte Sicherheitsfunktionen. Damit erweitert DroneShield sein Portfolio an Detektionstechnologie deutlich über bisherige Handgeräte hinaus.

Der Produktstart fällt in eine Phase, in der das Unternehmen sein Auftragsbuch weiter ausbaut. Ende Juli hatte DroneShield ein Vertragspaket über 23,2 Millionen Dollar von einem Reseller für einen europäischen Militärkunden vermeldet – ein Auftrag, der bereits vor rund zwei Wochen für Bewegung in der Aktie sorgte.

Zusammen mit einem im Juni bekannt gewordenen Vertrag über 24,9 Millionen Dollar zur Unterstützung der Joint Interagency Task Force 401 des US-Verteidigungsministeriums zeigt sich, dass DroneShield seine Kundenbasis im Verteidigungssektor kontinuierlich verbreitert.

Umsatzprognose steht im Spannungsfeld mit Margendruck

Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet DroneShield mit Erlösen zwischen 250 und 270 Millionen Dollar, ein Plus von 15 bis 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Diese Prognose hatte das Unternehmen am vergangenen Montag gesenkt, seither hat die Aktie um 6,6 Prozent nachgegeben. Das kontrahierte Umsatzvolumen lag zum 28. Juli bei 206 Millionen australischen Dollar, ein deutlicher Anstieg gegenüber 161 Millionen Ende Mai.

Gleichzeitig gerät die Profitabilität unter Druck: Die Bruttomarge für das erste Halbjahr wird auf 60 Prozent geschätzt, nach 65 Prozent im Vorjahreszeitraum. Als Gründe nennt das Unternehmen einen höheren Anteil an Fremdhardware, Wechselkurseffekte und Wertminderungen bei Rohstoffen.

Für Anleger bedeutet das: Das Wachstum ist intakt, doch die Ertragsqualität schwächelt – ein Punkt, den die kommenden Halbjahreszahlen am 26. August genauer beleuchten dürften.

Aktie bleibt unter Druck

Am Kapitalmarkt spiegelt sich die gemischte Nachrichtenlage in einem angeschlagenen Kursverlauf. Am Donnerstag schloss die Aktie bei 1,24 Euro, ein Minus von 3,4 Prozent auf Tagesbasis. Seit Jahresbeginn steht ein Rückgang von 31 Prozent zu Buche, und vom 52-Wochen-Hoch bei 3,79 Euro trennen das Papier inzwischen 67 Prozent.

Der Produktstart von RfRecon allein konnte den negativen Trend bislang nicht umkehren – entscheidend wird sein, ob sich die angekündigten Kundengespräche tatsächlich in Aufträgen niederschlagen.

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DroneShield Aktie

1,21 EUR

– 0,03 EUR -2,42 %
KGV
KUV 9,29
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung 1,86 Mrd. EUR
Ø Kursziel 2,70 AUD
ISIN: AU000000DRO2 WKN: A2DMAA

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