DroneShield Aktie: RfRecon und RfAI-3 vorgestellt
DroneShield erweitert Hardware und Software, meldet solide Liquidität sowie steigende Vertragserlöse, während die Aktie nach Halbjahreszahlen nachgibt.
Kurz zusammengefasst
- RfRecon-Serienfertigung ab zweiter Jahreshälfte
- RfAI-3 soll Softwareerlöse weiter steigern
- Aktie verliert nach Halbjahreszahlen 4,5 Prozent
- 180 Millionen australische Dollar liquide Mittel
DroneShield hat mit RfRecon ein neues Hardware-Produkt und mit RfAI-3 ein RF-Intelligence-Softwaremodul vorgestellt. Beide Neuheiten wurden im Juli angekündigt, die Serienproduktion von RfRecon soll im zweiten Halbjahr beginnen, erste Auslieferungen sind bis Jahresende geplant. Für das australische Unternehmen ist das mehr als eine Produktpflege – es ist der Versuch, das Wachstumsversprechen nach enttäuschenden Halbjahreszahlen zu untermauern.
Die Aktie notiert aktuell bei 1,03 Euro und büßt am heutigen Donnerstag 4,5 Prozent ein. Der Rückgang setzt eine Entwicklung fort, die seit den vor einem Tag präsentierten Halbjahreszahlen zu beobachten ist: Rekordumsatz traf auf einen deutlichen Verlust, was den Markt seither belastet.
Software als Wachstumshebel
Der neue Ansatz zielt auf wiederkehrende Erlöse. Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die Recurring Revenues laut Unternehmensangaben um 229 Prozent auf 11,5 Millionen australische Dollar und machen damit 9,2 Prozent des Gesamtumsatzes aus.
Weltweit sind mittlerweile 4.100 softwarefähige Geräte im Einsatz. RfAI-3 soll genau hier ansetzen: Das Softwaremodul soll die Auswertung der Sensordaten verbessern und damit den Anteil software-getriebener Erlöse weiter erhöhen.
Gleichzeitig baut das Unternehmen sein Partnernetzwerk aus. Im ersten Halbjahr kamen Kooperationen mit Intelic, Origin Robotics, Overland AI, Terma, Airspace Link, Parsons und Defenture hinzu.
Zusätzlich verlagerte DroneShield die Produktion in eine neue, 3.000 Quadratmeter große Fertigungsstätte und stellte im Juni erstmals in Europa gefertigte Hardware her. Damit reagiert das Unternehmen offenbar auf die gestiegene Nachfrage aus europäischen Märkten, ohne dass dies im verfügbaren Material näher beziffert wird.
Analysten uneins über Bewertung
Der Broker Bell Potter bestätigte am 26. August seine Kaufempfehlung, senkte das Kursziel jedoch von 2,50 auf 2,40 australische Dollar. Die Analysten begründeten dies mit dem Potenzial von RfAI-3 und RfRecon für neue Vertragsabschlüsse, insbesondere in Europa, und bezeichneten das obere Ende der Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 als erreichbar.
Canaccord Genuity hält zum gleichen Zeitpunkt an einem deutlich optimistischeren Kursziel von 2,60 australische Dollar fest, während Jefferies bei 1,45 und Ord Minnett bei 1,50 australische Dollar liegen – die Bandbreite der Einschätzungen zeigt, wie unterschiedlich der Markt die Zukunftsaussichten trotz der neuen Produkte bewertet.
Bilanz bleibt solide
Trotz des operativen Verlusts verweist DroneShield auf eine robuste Finanzlage: 180 Millionen australische Dollar an Barmitteln und Termineinlagen bei gleichzeitiger Schuldenfreiheit. Das vertraglich gesicherte Umsatzvolumen erreichte zum 21. August 240,4 Millionen australische Dollar, ein Plus von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr und entspricht 111 Prozent des Gesamtumsatzes des Geschäftsjahres 2025. Davon entfallen 43 Millionen australische Dollar bereits auf das Geschäftsjahr 2027 und darüber hinaus.
Diese Auftragsbasis dürfte entscheidend dafür sein, ob die neuen Produkte tatsächlich zusätzliches Geschäft generieren oder lediglich bestehende Nachfrage bedienen. Für Anleger bleibt die zentrale Frage, ob RfAI-3 und RfRecon die Margenprobleme lindern können, die den jüngsten Kursrückgang ausgelöst haben – eine Antwort dürfte sich erst mit den ersten Auslieferungen zum Jahresende zeigen.
DroneShield-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue DroneShield-Analyse vom 3. September liefert die Antwort:
Die neusten DroneShield-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DroneShield-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
DroneShield: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...