DroneShield Aktie: Wiederkehrender Umsatz klettert auf 9,2 Prozent

DroneShield steigert wiederkehrende Erlöse, hält die Umsatzprognose und setzt auf RfRecon, bleibt im Halbjahr aber deutlich defizitär.

Andreas Sommer ·
DroneShield Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Wiederkehrende Erlöse erreichen 11,5 Millionen Dollar
  • Schuldenfreie Bilanz mit 180 Millionen Dollar
  • RfRecon soll 2026 Umsätze beisteuern
  • Jahresprognose bleibt bei 250 bis 270 Millionen

Wer nur auf den Kurs schaut, sieht bei DroneShield derzeit vor allem Rot. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 40 Prozent zu Buche, gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 3,79 Euro liegt die Aktie satte 71 Prozent zurück. Für mich verstellt diese Kursoptik aber den Blick auf die eigentlich interessante Entwicklung: DroneShield baut gerade leise an einem robusteren Umsatzfundament – und das ist mehr wert als jede einzelne Quartalsschlagzeile.

Wiederkehrender Umsatz wächst schneller als der Rest

Im Zuge der gestern veröffentlichten Halbjahreszahlen fiel ein Detail auf, das in der öffentlichen Debatte um Rekordumsatz und Verlust unterging: Der Anteil des wiederkehrenden Umsatzes am Gesamtgeschäft kletterte auf 9,2 Prozent, verglichen mit rund 3 Prozent im Vorjahreszeitraum.

In absoluten Zahlen bedeutet das einen Anstieg auf 11,5 Millionen Dollar. Das klingt nach wenig gemessen an den 125,8 Millionen Dollar Gesamtumsatz im ersten Halbjahr, ist aber strukturell die spannendere Kennzahl.

Ein Anbieter von Anti-Drohnen-Technologie, dessen Erlöse bislang stark projektgetrieben und damit schwer planbar waren, verschiebt sich – wenn auch langsam – in Richtung Softwareabo und Servicegeschäft. Das Unternehmen selbst nannte im Zusammenhang mit den Zahlen 4.100 aktive softwaregestützte Geräte im Feld, eine Basis, aus der sich künftig zusätzliches Abonnementgeschäft generieren lässt.

Ich halte diesen Punkt für unterbewertet, gerade weil er dem Markt derzeit kaum Beachtung findet. Wiederkehrender Umsatz reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Großaufträgen und glättet potenziell die Ergebnisvolatilität, unter der DroneShield als Wachstumsstory chronisch leidet.

Bilanzielle Substanz als Puffer

Für die These spricht auch die Finanzlage. Zum Ende des Berichtszeitraums verfügte das Unternehmen über Barmittel und Termineinlagen von 180,0 Millionen Dollar, bei gleichzeitig schuldenfreier Bilanz. Wer daran zweifelt, ob DroneShield die Durststrecke zwischen Auftragsspitzen finanziell übersteht, findet hier eine belastbare Antwort: Der Cashpuffer erlaubt es, in neue Produktlinien zu investieren, ohne auf Fremdkapital angewiesen zu sein.

Genau hier setzt die zweite Komponente meiner These an: RfRecon, die vor gut drei Wochen präsentierte tragbare Funkaufklärungsplattform, soll laut Unternehmensangaben bereits in der zweiten Jahreshälfte 2026 zu Umsätzen beitragen. Seit der Präsentation ist die Aktie um 18,5 Prozent gefallen – der Markt scheint dem Produktversprechen also wenig Vorschusslorbeeren zu geben.

Trifft die Prognose zu einem ersten Umsatzbeitrag noch in diesem Jahr zu, wäre das ein konkreter Beleg dafür, dass sich Produktdiversifikation auch finanziell niederschlägt, statt nur PR-Material für Auftritte wie den Panel-Termin von Direktor Tom Adams zu liefern, der am Dienstag über Luftraumüberwachung und Drohnenabwehr sprach.

Verlust und Guidance im Spannungsfeld

Natürlich bleibt der Verlust ein Gegenargument gegen zu viel Euphorie: Ein zugrunde liegender EBITDA-Verlust von 12,4 Millionen Dollar und ein ausgewiesener Nachsteuerverlust von 32,2 Millionen Dollar für das erste Halbjahr zeigen, dass Wachstum bei DroneShield weiterhin teuer erkauft wird.

Die bestätigte Jahresumsatzprognose von 250 bis 270 Millionen Dollar und ein Auftragsbestand von rund 240 Millionen Dollar per 21. August sprechen zwar für Visibilität auf der Erlösseite, sagen aber nichts über den Weg zur Profitabilität aus.

Unterm Strich überwiegt für mich dennoch das positive Bild: Eine wachsende wiederkehrende Umsatzbasis, eine solide, schuldenfreie Kassenlage und ein neues Produkt mit konkretem Umsatzausblick für die zweite Jahreshälfte bilden zusammen ein Fundament, das robuster ist als der Kursverlauf suggeriert.

Der RSI von 38,7 und der deutliche Abstand zu sämtlichen gleitenden Durchschnitten zeigen zwar eine ausgeprägt negative Kursstimmung – fundamental sehe ich aber mehr Substanz, als der Chart derzeit widerspiegelt. Ob sich das in den kommenden Quartalen auch im Kurs niederschlägt, hängt maßgeblich davon ab, ob RfRecon die versprochenen Umsätze tatsächlich liefert.

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DroneShield Aktie

1,08 EUR

– 0,02 EUR -2,17 %
KGV
KUV 7,80
Sektor Industrieunternehmen
Div.-Rendite
Marktkapitalisierung 1,66 Mrd. AUD
Ø Kursziel 2,70 AUD
ISIN: AU000000DRO2 WKN: A2DMAA

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