DWS Aktie: 160 Milliarden Euro Nettomittelzufluss bis 2028
DWS strafft ihr ETF-Portfolio und fokussiert sich auf margenstärkere aktive Produkte. Die Führungsstruktur wird vereinfacht, um die ehrgeizigen Wachstumsziele bis 2028 zu erreichen.

Kurz zusammengefasst
- Liquidierung von zwei Nischen-ETFs
- Fokus auf aktive ETFs
- Vincenzo Vedda leitet Investmentbereich
- Wachstumsziel: 160 Milliarden Euro Zuflüsse
DWS schiebt ihr ETF-Geschäft sichtbar in Richtung Wachstum. Die Gruppe schließt kleine Nischenprodukte, baut die Führung im Investmentbereich um und setzt den Fokus klarer auf margenstärkere Lösungen. Der Kurs reagierte zuletzt mit einem Minus von 1,65 Prozent auf 59,75 Euro.
Portfolio wird gestrafft
Am Freitag lief die Frist für Rücknahmeerklärungen für zwei spezialisierte Xtrackers-Produkte aus. Betroffen sind der Xtrackers Risk Managed USD High Yield Strategy ETF und der Xtrackers California Municipal Bond ETF. Die Liquidierungen passen zur Strategie, weniger rentable Randprodukte aus dem Sortiment zu nehmen.
DWS will die frei werdenden Mittel in Bereiche mit mehr Wachstum lenken. Im Zentrum steht der Ausbau aktiver ETFs. Dort sieht der Asset Manager bessere Chancen auf attraktive Gebühren als bei rein passiven Produkten.
Neue Zuständigkeiten im Vorstand
Seit Mai trägt Vincenzo Vedda die alleinige Verantwortung für die Investment-Division. Das strafft die Führung und soll Entscheidungen schneller machen. Für DWS ist das ein weiterer Schritt, um die Wachstumsziele zügiger umzusetzen.
Parallel dazu hat Stefan Hoops seine zusätzliche Rolle im Vorstand der Deutschen Bank übernommen. Er bleibt Chef der DWS. Die personelle Nähe zum Mutterkonzern dürfte die Abstimmung bei institutionellen Kunden und im Vertrieb erleichtern.
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Wachstum soll aus dem ETF-Motor kommen
Bis 2028 peilt DWS kumulierte Nettomittelzuflüsse von mehr als 160 Milliarden Euro an. Ein großer Teil davon soll aus dem ETF-Geschäft kommen. Bereits im März senkte der Konzern die Gebühren für sieben Xtrackers ETFs mit 22 Anteilsklassen.
Der Fokus liegt auch auf Asien-Pazifik und auf digitalen Vertriebswegen. Im vergangenen Geschäftsjahr war das Passiv-Geschäft das einzige Segment mit spürbar steigenden Gebühreneinnahmen. Das zeigt, wie wichtig diese Sparte für die Ertragsbasis geworden ist.
Blick auf die Hauptversammlung
In den kommenden Wochen richtet sich der Blick auf die ordentliche Hauptversammlung im Juni in Frankfurt am Main. Dort dürften weitere Details zur Kapitalallokation und zur digitalen Transformation eine Rolle spielen. Charttechnisch bleibt die Aktie mit ihrem Abstand von 4,69 Prozent zum 50-Tage-Durchschnitt stabil, liegt aber weiter 5,68 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 63,35 Euro.
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