DWS Aktie: Einstieg ins studentische Wohnen
Der Fonds erwirbt in Spanien seine erste Studentenwohnanlage; zusätzlich vereinbarte DWS die Übernahme von Peakside Capital.

Kurz zusammengefasst
- Palm Studios mit 544 Betten erworben
- Erster Fonds-Schritt ins Studentenwohnen
- Peakside-Übernahme bis Jahresende vorgesehen
- Kursziel steigt, Goldman Sachs bleibt skeptisch
Der Frankfurter Vermögensverwalter DWS treibt den Ausbau seines Immobilienportfolios voran und erschließt dabei ein neues Marktsegment. Am Dienstag gab das Unternehmen über seinen European Residential Growth Fund den Erwerb der Palm Studios in Sevilla bekannt. Es handelt sich um das erste Investment des Fonds im Bereich des studentischen Wohnens und zugleich um den Einstieg in diesen Markt in Spanien. An der Börse legte die Aktie heute um 1,9 Prozent auf 67,60 Euro zu.
Zukauf von Palm Studios und Peakside Capital
Die nun erworbene Immobilie Palm Studios in Sevilla stammt aus dem Bestand des Verkäufers LaSalle Investment Management. Das Objekt umfasst 544 Betten sowie 111 Stellplätze. Zu den finanziellen Rahmenbedingungen und dem Kaufpreis vereinbarten die beteiligten Parteien Stillschweigen. Für den European Residential Growth Fund markiert das Engagement in Andalusien bereits die sechste getätigte Akquisition.
Das Engagement in Sevilla folgt auf einen weiteren Schritt zur Erweiterung der hauseigenen Immobilienplattform aus derselben Woche. Das Institut setzt dabei verstärkt auf spezialisierte Segmente, um seine Marktposition im europäischen Asset Management zu festigen.
Bereits am Montag hatte DWS den vollständigen Erwerb der Peakside Capital Advisors AG vereinbart. Die Übernahme der Gesellschaft erfolgt von einem Aktionärskreis um die Gründer Stefan Aumann und Boris Schran. Peakside betreut ein Anlagevermögen von mehr als 1,7 Milliarden Euro.
Der Vollzug dieser Transaktion ist bis zum Jahresende 2026 vorgesehen, steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der zuständigen Aufsichtsbehörden sowie marktüblicher Abschlussbedingungen. Über die finanziellen Details der Transaktion machten die Vertragspartner keine Angaben.
Skepsis bei Analysten und Blick auf Quartalszahlen
Auf Analystenseite stieß die operative Entwicklung jüngst auf ein verhaltenes Echo. Oliver Carruthers von Goldman Sachs passte am 1. Oktober das Kursziel für den Wert an. Der Experte erhöhte die Zielmarke von 60 auf 65 Euro, bestätigte im selben Schritt jedoch seine Einstufung mit „Sell“. Carruthers begründete die Anpassung seiner Schätzungen mit höheren erwarteten Gebühreneinnahmen.
Klarheit über den aktuellen Geschäftsverlauf und die Ertragslage erwarten Marktteilnehmer zum Monatsende. Am 28. Oktober veröffentlicht das Management die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026. Im Rahmen einer anschließenden Telefonkonferenz für Investoren und Analysten wird sich die Unternehmensführung den Fragen des Kapitalmarkts stellen.
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