DWS Aktie: Metzler stuft auf Verkaufen
Analysten stufen DWS-Aktie nach Rekordhoch auf Verkaufen herab. Charttechnik und ambitionierte Bewertung sprechen für eine Korrektur.

Kurz zusammengefasst
- Bankhaus Metzler rät zum Verkauf
- Kursziel liegt unter aktuellem Niveau
- Relative-Stärke-Index zeigt Überkauft-Signal
- Halbjahresbericht Ende Juli erwartet
Die Rekordjagd der DWS-Aktie hat einen Dämpfer bekommen. Am Freitag stufte das Bankhaus Metzler die Papiere des Vermögensverwalters auf „Verkaufen“ herab. Das Kursziel von 61,40 Euro liegt deutlich unter dem aktuellen Niveau.
Dabei lief es zuletzt rund für die Fondstochter der Deutschen Bank. Der Kurs knackte im Wochenverlauf mit 69,05 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von knapp 22 Prozent. Auf Zwölfmonatssicht sind es sogar fast 40 Prozent. Am Freitag schloss die Aktie bei 68,60 Euro – ein minimales Minz von 0,59 Prozent.
Warnung vor zu hoher Bewertung
Analyst Jochen Schmitt begründet seine Skepsis mit der inzwischen „ambitionierten“ Bewertung. Der steile Kursanstieg lasse kaum noch Raum für positive Überraschungen. Operativ steht das Unternehmen solide da, das Rekordjahr 2025 steckt in den Knochen. Die attraktive Dividendenrendite stützt den Kurs.
Ein Warnsignal liefert auch die Charttechnik. Der Relative-Stärke-Index liegt bei 76,3 Punkten. Werte über 70 gelten als überkauft. Die Wahrscheinlichkeit für Gewinnmitnahmen oder eine Seitwärtsbewegung steigt. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt beträgt mehr als zwölf Prozent – eine klassische Konstellation für eine Rückkehr zum Mittelwert.
Operative Routine im Hintergrund
Zum Ende der Woche meldete die DWS mehrere Prospektänderungen. Betroffen sind unter anderem der DWS ESG Euro Money Market Fund sowie die Mischfonds DWS Top Balance und DWS Top Dynamic. Die Änderungen treten am 3. Juli 2026 in Kraft. Zudem wurde der Rentenfonds Fixed Income Horizon 2026 liquidiert. Solche Anpassungen gehören zum Tagesgeschäft eines Asset Managers.
Bleibt die Frage, ob der Kurs die 68-Euro-Marke als Unterstützung halten kann. Der nächste wichtige Termin ist der Halbjahresbericht, der Ende Juli erwartet wird. Bis dahin richtet sich der Blick darauf, ob weitere Analysten der skeptischen Haltung von Metzler folgen.
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