Die Übernahme von Dynavax Technologies durch den Pharmariesen Sanofi ist offiziell abgeschlossen. Mit dem Vollzug der rund 2,2 Milliarden US-Dollar schweren Transaktion verschwindet das Unternehmen nun von den öffentlichen Märkten. Was bedeutet das Ende der Eigenständigkeit für die Aktionäre und welche strategischen Assets sichert sich Sanofi damit?
- Übernahmepreis: 15,50 USD pro Aktie in bar
- Transaktionswert: ca. 2,2 Milliarden USD
- Börsenstatus: Delisting vom NASDAQ erfolgt
- Kern-Assets: HEPLISAV-B (Hepatitis B) und Kandidat Z-1018 (Gürtelrose)
Mehrheitsübernahme und Börsenrückzug
Sanofi schloss die Übernahme über ein Übernahmeangebot ab, das am vergangenen Montag auslief. Laut den Meldungen an die US-Börsenaufsicht SEC wurden rund 73,92 % der ausstehenden Dynavax-Aktien gültig angedient. Diese deutliche Mehrheit ermöglichte es Sanofi, die Fusion unmittelbar und ohne weitere Zustimmung der Aktionäre im Rahmen eines vereinfachten Verfahrens nach dem Recht von Delaware zu vollenden.
In der Folge wurde der Handel der Dynavax-Aktien am NASDAQ Global Select Market bereits am Dienstagmorgen eingestellt. Für Anleger, die ihre Papiere nicht während der Angebotsfrist eingereicht haben, ändert sich am Ergebnis wenig: Ihre Anteile werden automatisch in den Anspruch auf die Barzahlung von 15,50 US-Dollar pro Aktie umgewandelt.
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Strategischer Ausbau des Impfstoffgeschäfts
Die Integration von Dynavax stärkt vor allem die Position von Sanofi im Markt für Erwachsenen-Impfstoffe. Zwei wesentliche Produkte stehen dabei im Fokus: Zum einen HEPLISAV-B, ein bereits zugelassener Hepatitis-B-Impfstoff, der durch sein Zwei-Dosen-Schema innerhalb eines Monats einen Vorteil gegenüber herkömmlichen Präparaten bietet.
Zum anderen sichert sich der französische Konzern den Wirkstoffkandidaten Z-1018. Dieser befindet sich aktuell in der klinischen Phase 1/2 und wird zur Prävention von Gürtelrose entwickelt. Sanofi unterstreicht mit diesem Schritt das Ziel, das Geschäft mit Immunisierungen für Erwachsene massiv auszubauen.
Mit dem Vollzug der Transaktion erlöschen sämtliche Berichtspflichten von Dynavax gegenüber der SEC. Die ausstehenden Wandelanleihen des Unternehmens für die Jahre 2026 und 2030 wurden entsprechend angepasst, um den Anspruch auf die Barabfindung aus der Fusion widerzuspiegeln. Während die Integration in den Sanofi-Konzern nun anläuft, endet für die Dynavax-Aktionäre die Ära der Eigenständigkeit mit der Auszahlung der vereinbarten Barabfindung.
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