Der Beauty-Konzern e.l.f. Beauty kämpft sich zurück – doch der Weg ist steinig. Nach einem enttäuschenden Quartal mit Gewinneinbruch und Tarifbelastungen setzt das Unternehmen jetzt alles auf eine Karte: die milliardenschwere Übernahme der Rhode-Marke von Hailey Bieber. Kann dieser Schachzug die Aktie aus dem Abwärtstrend befreien?
Überraschende Zahlen trotz Gewinnrückgang
Die jüngsten Quartalszahlen zeigen ein zwiespältiges Bild: Während der Umsatz um 9 Prozent auf 353,7 Millionen Dollar stieg und damit die Erwartungen übertraf, brach der Nettogewinn um satte 30 Prozent ein. Verantwortlich dafür sind vor allem Tarifbelastungen, die die Marge um 215 Basispunkte auf 69 Prozent drückten. Als Gegenmaßnahme erhöhte e.l.f. Beauty Anfang August die Preise um einen Dollar across the board.
Dennoch feiert das Unternehmen seinen 26. Quartalsumsatz in Folge mit Wachstum – eine bemerkenswerte Serie in der volatilen Beauty-Branche. CEO Tarang Amin verweist zudem auf weitere Marktanteilsgewinne von 210 Basispunkten.
Milliarden-Deal als Game Changer?
Die größte Neuigkeit ist jedoch die Übernahme der Rhode-Marke von Supermodel Hailey Bieber für insgesamt bis zu eine Milliarde Dollar. Das Prestige-Skincare-Label erzielte zuletzt 212 Millionen Dollar Umsatz und soll noch dieses Jahr in Sephora-Filialen in Nordamerika und Großbritannien einziehen. Für e.l.f. Beauty bedeutet dies den Einstieg in höherpreisige Segmente und die Diversifizierung weg vom reinen Make-up-Geschäft.
Analysten sehen Potenzial
Die Märkte reagierten zunächst verhalten, doch zuletzt schoss die Aktie um über 4 Prozent nach oben. Getrieben wurde diese Erholung durch eine Reihe optimistischer Analystenkommentare: Deutsche Bank sieht über 20 Prozent Upside und erteilt ein „Buy“-Rating, Morgan Stanley stuft auf „Overweight“ hoch mit einem Kursziel von 134 Dollar.
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Interessant: Eine aktuelle Analyse von Simply Wall St. sieht die Aktie bei rund 129 Dollar deutlich unter ihrem fairen Wert von 223 Dollar – ein mögliches Unterbewertungssignal von über 40 Prozent.
Wird die Strategie aufgehen?
e.l.f. Beauty setzt auf mehrere Hebel gleichzeitig: International expansioniert das Unternehmen mit 30 Prozent Wachstum im Ausland, reduziert die Abhängigkeit von chinesischer Produktion von 100 auf 75 Prozent und investiert weiter in provokante Marketingkampagnen.
Doch die Unsicherheit bleibt: Wegen der Tarifbelastungen wagte das Management keine Prognose für das Gesamtjahr. Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Rhode-Integration und die Preisstrategie die Margen wieder stabilisieren können. Für Anleger bleibt es eine Wette auf das Geschick des Managements, multiple Herausforderungen gleichzeitig zu meistern.
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