E.ON Aktie: Aufwärtstrend bestätigt!

E.ON meldet starke Jahreszahlen und erhöht die Dividende zum zehnten Mal in Folge. Das milliardenschwere Investitionsprogramm hängt jedoch von der Entscheidung der Bundesnetzagentur ab.

Eduard Altmann ·
E.ON Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Starke operative Zahlen mit EBITDA-Wachstum
  • Zehnte Dividendensteigerung in Folge vorgeschlagen
  • 48-Milliarden-Investitionsplan bis 2030 geplant
  • Regulatorische Entscheidungen als zentrale Unsicherheit

Nach einer starken Rally der vergangenen Monate hat die E.ON-Aktie zuletzt deutlich nachgegeben — allein am Freitag um rund 5,4 Prozent. Der Rücksetzer trifft auf einen Konzern, der operativ glänzt, dessen Wachstumsambitionen aber an einer entscheidenden Weiche hängen: der Bundesnetzagentur.

Solide Zahlen, zehnte Dividendenerhöhung in Folge

Das Geschäftsjahr 2025 lief für E.ON ausgesprochen gut. Das bereinigte EBITDA stieg um 9 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro und erreichte damit das obere Ende der eigenen Prognosespanne. Den größten Beitrag lieferte das Segment Energy Networks mit einem EBITDA-Zuwachs von 12 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro.

Auf dieser Grundlage schlagen Vorstand und Aufsichtsrat für 2025 eine Dividende von 0,57 Euro je Aktie vor — die zehnte Erhöhung in Folge. Ausgezahlt werden soll sie am 28. April, der Ex-Tag ist der 24. April. Insgesamt fließen rund 1,49 Milliarden Euro an die Aktionäre, aus einem Bilanzgewinn von über 2,8 Milliarden Euro.

Die Hauptversammlung am 23. April stimmt nicht nur über die Dividende ab. Auch der Aufsichtsrat wird teilweise neu besetzt: Anke Groth und Klaus Fröhlich scheiden aus, neu einziehen sollen Helene von Roeder und Dominik von Achten. Ulrich Grillo soll wiedergewählt werden.

48 Milliarden Euro — mit Vorbehalt

Langfristig hat E.ON ein Investitionsprogramm von 48 Milliarden Euro bis 2030 aufgelegt. Rund 40 Milliarden davon sollen in Ausbau, Modernisierung und Digitalisierung der Verteilnetze fließen — getrieben unter anderem vom rasant wachsenden Strombedarf der Rechenzentren, der im Verteilnetz bis 2045 von unter zwei auf knapp 37 Gigawatt steigen soll.

Dieser Plan steht allerdings explizit unter Vorbehalt. Die Bundesnetzagentur muss noch festlegen, wie hoch die Kapitalverzinsung im regulierten Netzgeschäft künftig ausfallen darf. Ende März fällt zunächst eine Entscheidung über den Anpassungsfaktor für Betriebskosten, im November folgt die finale Gasregulierung. Ohne ausreichende regulatorische Rendite verliert das Investitionsprogramm seinen wirtschaftlichen Unterbau — so formuliert es E.ON selbst.

Für 2026 erwartet der Konzern entsprechend eine vorsichtigere Entwicklung: bereinigtes EBITDA zwischen 9,4 und 9,6 Milliarden Euro, bereinigter Konzernüberschuss zwischen 2,7 und 2,9 Milliarden Euro.

Den nächsten konkreten Einblick liefert der Quartalsbericht am 13. Mai 2026 — dann dürfte auch klarer sein, wie die Märkte die regulatorischen Entscheidungen des Frühjahrs einpreisen.

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E.ON Aktie

18,12 EUR

+ 0,10 EUR +0,56 %
KGV 13,39
Sektor Versorgungsunternehmen
Div.-Rendite 3,19 %
Marktkapitalisierung 45,83 Mrd. EUR
ISIN: DE000ENAG999 WKN: ENAG99

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