Nach einer beeindruckenden Performance in den letzten zwölf Monaten erhält der Energieversorger E.ON am Wochenende Rückenwind von der Wall Street. Doch während JPMorgan weiteres Potenzial sieht, mahnt CEO Leonhard Birnbaum zur Vorsicht bei geopolitischen Themen und fordert regulatorische Änderungen bei der Solarenergie. Reicht dieser Mix aus Analystenlob und strategischer Klarheit, um die jüngste Korrektur zu stoppen?
Das Wichtigste in Kürze:
* Analysten-Votum: JPMorgan bestätigt „Overweight“ mit Kursziel 17,50 Euro.
* Strategie: CEO Birnbaum fordert Ende der Förderung für Dachflächen-Photovoltaik.
* Preisentwicklung: Entspannung für 2026 erwartet, langfristig jedoch steigende Kosten.
* Technische Lage: RSI von 17,4 deutet auf eine stark überverkaufte Situation hin.
Wall Street bestätigt Kaufempfehlung
Die US-Investmentbank JPMorgan hat ihre positive Einschätzung für den DAX-Konzern bekräftigt. Analyst Javier Garrido bestätigte am Samstag die Einstufung „Overweight“ und beließ das Kursziel bei 17,50 Euro. Ausgehend vom Schlusskurs am Freitag bei 16,84 Euro impliziert dies zwar nur ein moderates Aufwärtspotenzial, signalisiert aber Vertrauen in die Substanz des Essener Konzerns.
Diese Bestätigung kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt. Zwar liegt die Aktie auf Jahressicht mit einem Plus von über 50 Prozent weit vor dem Markt, doch zuletzt gab der Kurs vom 52-Wochen-Hoch bei 18,31 Euro nach. Der aktuelle Abstand zum Rekordhoch beträgt rund 8 Prozent, was die Aktie charttechnisch in eine interessante Zone manövriert hat.
CEO fordert politische Weichenstellungen
Parallel zur Bewertung durch die Finanzprofis äußerte sich E.ON-Chef Leonhard Birnbaum detailliert zur operativen Zukunft. Für das laufende Jahr 2026 rechnet der Manager mit sinkenden Strom- und Gaspreisen für Endverbraucher, warnte jedoch vor der Illusion dauerhaft niedriger Kosten. Langfristig sei durch den Netzausbau wieder mit steigenden Belastungen zu rechnen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei E.ON?
Besondere Brisanz bergen Birnbaums Forderungen zur Energiewende. Da Solarstrom im Jahr 2025 in Deutschland erstmals Kohle und Gas bei der Stromerzeugung überholt hat, steigt der Druck auf die Verteilnetze massiv. Der CEO plädiert daher für einen Stopp der staatlichen Förderung für Dachflächen-Photovoltaik und warnt zugleich vor geopolitischen Risiken, etwa durch eine mögliche Wiederbelebung der Nord-Stream-Debatte.
Charttechnik: Extreme Situation
Ein Blick auf die technischen Indikatoren offenbart eine Spannung im Markt. Mit einem RSI (Relative Strength Index) von nur 17,4 ist die Aktie extrem überverkauft. Solche Werte treten selten auf und werden von Marktteilnehmern oft als Indiz für eine mögliche Gegenbewegung gewertet. Trotz der jüngsten Konsolidierung notiert das Papier weiterhin über dem 50-Tage-Durchschnitt von 15,78 Euro, was den mittelfristigen Aufwärtstrend noch bestätigt.
Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den 25. Februar 2026. An diesem Datum wird E.ON die Ergebnisse für das Gesamtjahr 2025 präsentieren. Sollte es dem Konzern gelingen, die operative Trendwende mit Zahlen zu untermauern und die Marke von 17,00 Euro nachhaltig zurückzuerobern, könnte das von JPMorgan ausgegebene Ziel wieder in den direkten Fokus rücken.
E.ON-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue E.ON-Analyse vom 11. Januar liefert die Antwort:
Die neusten E.ON-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für E.ON-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
E.ON: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
