Ende März fällt in Bonn eine Entscheidung, die über Milliarden bestimmt. Die Bundesnetzagentur legt dann den sogenannten Betriebskosten-Anpassungsfaktor fest — und damit die Verzinsungssätze auf E.ONs Kapital. Für ein Investitionsprogramm von 48 Milliarden Euro bis 2030 ist das keine Formalität.
Das Programm trägt einen expliziten Vorbehalt: Ohne adäquate regulatorische Rahmenbedingungen verliert es seinen wirtschaftlichen Unterbau. 40 Milliarden Euro davon sind allein für den Ausbau und die Digitalisierung der Verteilnetze reserviert — fünf Milliarden mehr als bisher geplant.
Starke Zahlen, verhaltener Ausblick
Das operative Fundament ist solide. E.ON schloss 2025 mit einem bereinigten EBITDA von 9,8 Milliarden Euro ab, neun Prozent über dem Vorjahr und am oberen Ende der eigenen Prognose. Das Kerngeschäft Energy Networks legte sogar zwölf Prozent zu.
Für 2026 erwartet der Konzern jedoch einen Rückgang: Das bereinigte EBITDA soll auf 9,4 bis 9,6 Milliarden Euro sinken. Verantwortlich sind temporäre regulatorische Effekte. Langfristig bleibt das Ziel ambitioniert — bis 2030 peilt E.ON ein bereinigtes EBITDA von 13 Milliarden Euro an.
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Trotz des verhaltenen Ausblicks erhöht der Vorstand die Dividende auf 0,57 Euro je Aktie, vier Prozent mehr als im Vorjahr. Die Auszahlung ist für den 28. April geplant. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 22 Prozent zugelegt.
KI-Infrastruktur als Wachstumsmotor
Hinter der regulatorischen Debatte verbirgt sich ein struktureller Treiber, der E.ONs Netzgeschäft langfristig antreibt. Der Strombedarf von Rechenzentren im Verteilnetz soll von derzeit unter zwei Gigawatt bis 2045 auf knapp 37 Gigawatt steigen — getrieben vom Hochlauf der KI-Infrastruktur. Rund 70 Prozent der deutschen Onshore-Windkapazität und fast die Hälfte der Solarkapazität speisen bereits in E.ONs Netze ein.
Die Behörde plant zudem, die Regulierungsperiode von fünf auf drei Jahre zu verkürzen und strengere Effizienzvorgaben einzuführen. Im November steht zusätzlich die finale Gasregulierung aus. Wie sich diese Rahmenbedingungen auf die Langfristziele auswirken, wird der Quartalsbericht am 13. Mai 2026 erstmals konkret zeigen.
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