easyJet Aktie: Apollo bietet 5,7 Milliarden Pfund
Apollo Management übertrumpft Castlelake mit 715 Pence pro Aktie. Der easyJet-Vorstand empfiehlt das neue Barangebot und zieht die alte Offerte zurück.

Kurz zusammengefasst
- Apollo bietet 715 Pence je Aktie
- Vorstand empfiehlt neues Angebot
- Aktie klettert auf 7,90 Euro
- Frist für verbindliches Angebot bis 7. August
Der Kampf um die britische Billigairline easyJet hat eine neue Stufe erreicht. Apollo Management setzt alles auf eine Karte und hat ein Gebot über 5,7 Milliarden Britische Pfund vorgelegt. Das Management der Airline favorisiert nun offiziell diese neue Offerte und zieht die bisherige Empfehlung für den Konkurrenten Castlelake zurück.
Apollo überbietet Konkurrenten deutlich
Apollo bietet den Aktionären 715 Pence je Aktie in bar an. Damit übertrifft der Finanzinvestor den Rivalen Castlelake, der zuletzt lediglich 690 Pence in Aussicht gestellt hatte. Der Vorstand von easyJet bewertet den neuen Vorschlag als das deutlich bessere Ergebnis für die Anteilseigner.
Das Angebot markiert einen Aufschlag von 81 Prozent gegenüber dem Aktienkurs von Ende Mai. Zu diesem Zeitpunkt wurde das erste Interesse von Castlelake öffentlich bekannt. Neben der Barzahlung bietet Apollo den Aktionären die Option, ihre Anteile in das neue Investmentvehikel zu übertragen.
Kurs nah am Rekordhoch
An der Börse sorgt der Machtkampf für massiven Rückenwind. Die Aktie kletterte zuletzt auf 7,90 Euro. Damit notiert das Papier nur noch hauchdünn unter seinem 52-Wochen-Hoch von 7,96 Euro.
Allein seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus auf 34 Prozent. Diese Entwicklung erfolgt trotz branchenweiter Belastungen. Hohe Kerosinpreise drücken derzeit laut Branchenverband IATA die Gewinnmargen vieler Fluggesellschaften weltweit.
Regulatorische Hürden und Fristen
Allerdings müssen hinter den Kulissen noch rechtliche Fragen geklärt werden. EU-Vorschriften verlangen, dass europäische Airlines mehrheitlich in europäischem Besitz bleiben. Apollo hat zugesichert, alle notwendigen Schritte zur Erfüllung dieser Auflagen sowie der EU-Subventionsverordnung zu unternehmen.
Der Investor hat nun bis zum 7. August Zeit. Bis zu diesem Datum muss Apollo entweder ein verbindliches Angebot abgeben oder sich offiziell zurückziehen. Marktbeobachter achten nun darauf, ob Castlelake mit einer sechsten Offerte noch einmal nachbessert.
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